Moskaus Ăl: Mehrere EU-LĂ€nder wollen niedrigere Preisgrenze
13.01.2025 - 14:42:36Um angesichts russischer BemĂŒhungen um Anpassung und Umgehung von Sanktionen wirksam zu bleiben, mĂŒssten StrafmaĂnahmen kontinuierlich verschĂ€rft werden, schreiben die AuĂenminister der LĂ€nder in einem Brief. Dieser ist an die AuĂenbeauftragte der Staatengemeinschaft, Kaja Kallas, sowie an Maria LuĂs Albuquerque, EU-Finanzkommissarin, adressiert. Dabei seien MaĂnahmen, die auf die Einnahmen aus dem Ălexport abzielen, von entscheidender Bedeutung, da sie Russlands wichtigste Einnahmequelle schmĂ€lerten. Der Brief liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.
Ălpreisdeckel 2022 beschlossen
Der im Dezember 2022 beschlossene Ălpreisdeckel soll Russland dazu zwingen, Erdöl fĂŒr höchstens 60 Dollar pro Barrel (159 Liter) an Abnehmer in anderen Staaten zu verkaufen. Die Obergrenze ist eine der Sanktionen, mit denen der Westen auf den von Moskau begonnenen Angriffskrieg gegen die Ukraine reagiert.
Aus zwei GrĂŒnden sei nun der richtige Zeitpunkt fĂŒr eine Absenkung der Obergrenze, schreiben die AuĂenminister von DĂ€nemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen und Schweden. Zum einen sei der internationale Ălmarkt heute besser versorgt als 2022, was das Risiko fĂŒr einen Versorgungsschock durch eine niedrigere Preisobergrenze verringere. Zudem habe Russland angesichts begrenzter LagerkapazitĂ€ten und seiner AbhĂ€ngigkeit von Energieexporten keine Alternative zu weiteren Ălexporten.
Kommission soll das Thema vorantreiben
Die Unterzeichner fordern die Adressaten daher auf, bei den Beratungen ĂŒber Sanktionen innerhalb der G7 das Ziel einer niedrigeren Ălpreisobergrenze dringend voranzutreiben. Weiterhin mĂŒsse eine niedrigere Ălpreisobergrenze mit anderen MaĂnahmen zur Begrenzung der Einnahmen Russlands aus Ălexporten einhergehen. Unter anderem die Regierung in Tallinn hatte schon mehrfach vehement auf eine niedrige Obergrenze gedrĂ€ngt.

