Mehr AuftrĂ€ge fĂŒr Baufirmen
23.08.2024 - 10:22:06Bereinigt um die Preiseffekte ist der Wert der Bestellungen im Vergleich zum Mai um 2,7 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Allerdings haben vor allem Unternehmen aus dem Tiefbau profitiert: Hier stiegen die Order um 8,1 Prozent, wĂ€hrend am Hochbau der Auftragseingang um 2,8 Prozent zurĂŒckging.
Ein Ă€hnliches Bild bietet der Vergleich zum Vorjahresmonat, der real um 4,2 Prozent ĂŒbertroffen wurde. Im Tiefbau gab es 11,0 Prozent mehr AuftrĂ€ge, wĂ€hrend im Hochbau 3,0 Prozent weniger NeugeschĂ€ft verbucht wurde.
FĂŒr das erste Halbjahr registrierte das Bundesamt zu unverĂ€nderten Preisen (real) 1,9 Prozent mehr AuftrĂ€ge fĂŒr die Branche als vor einem Jahr. Auch hier gab es einen deutlichen Unterschied zwischen Tief- und Hochbau. Die UmsĂ€tze lagen 1 Prozent unter dem ersten Halbjahr 2023, preisbereinigt betrug der RĂŒckgang 2,3 Prozent.
Weiterhin schwacher Wohnungsbau
Die BranchenverbĂ€nde weisen auf die schwache Entwicklung beim Wohnungsbau hin, wo die AuftrĂ€ge im Halbjahr um 5 Prozent und die UmsĂ€tze um mehr als 12 Prozent eingebrochen sind. "Die ausgebliebenen Baugenehmigungen fehlen nun als AuftrĂ€ge in den BĂŒchern der Bauunternehmen. Die Klagen ĂŒber Wohnraummangel und steigende Mieten werden somit nicht abreiĂen - im Gegenteil: Sie werden lauter werden", sagt der Vize-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Bauindustrie, RenĂ© Hagemann. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe verlangte erneut niedrigere Anforderungen fĂŒr Neubauten, schneller öffentliche Planungen und Genehmigungen sowie eine belastbare ZinsstĂŒtze.

