ZweitÀgiger, Warnstreik

ZweitÀgiger bundesweiter Warnstreik bei Geldtransporten gestartet

17.10.2024 - 06:40:48

Die BeschÀftigten des Geld- und Werttransportes haben am Donnerstag um Mitternacht zweitÀgige bundesweite Warnstreiks begonnen.

Die Gewerkschaft Verdi hatte die rund 10.000 BeschĂ€ftigten angesichts einer fehlenden Einigung in den Lohn- und Manteltarifverhandlungen zur Arbeitsniederlegung aufgefordert. "Um Druck auf die Arbeitgeber zu machen, spĂ€testens in der jetzt folgenden Verhandlungsrunde ein verhandlungsfĂ€higes Angebot vorzulegen, haben wir erneut zum Streik aufgerufen", sagte Verdi-VerhandlungsfĂŒhrerin Sonja AustermĂŒhle. "Mit dem Streik haben die BeschĂ€ftigten deutlich gemacht, was sie von dem Angebot der Arbeitgeber und vor allem von deren Änderungsvorstellungen halten. WertschĂ€tzung geht anders". Die Gewerkschaft hĂ€lt das von der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) in der zweiten Verhandlungsrunde vorgelegte Angebot fĂŒr unzureichend.

Auch nach den darauffolgenden Streiks am 30. September sowie am 1. und 2. Oktober sei kein verbessertes Angebot unterbreitet worden, hieß es. Weitere Verhandlungen sollen parallel zu den bundesweiten Streiks stattfinden. Verdi fordert zum Bundesmanteltarifvertrag, alle arbeitstĂ€glich ĂŒber acht Stunden hinaus gehenden Zeiten mit dem Überstundenzuschlag zu vergĂŒten. Des Weiteren werden ein bundeseinheitliches Urlaubsgeld und ein bundeseinheitliches Weihnachtsgeld jeweils in Höhe eines halben Brutto-Monatsgehalts gefordert. Außerdem sollen alle BeschĂ€ftigten einen Urlaubsanspruch von 31 Tagen bezogen auf eine FĂŒnf-Tage-Woche erhalten - ohne dabei die BeschĂ€ftigten, die bislang einen Anspruch auf mehr als 31 Urlaubstage haben, schlechter zu stellen. Zum Bundeslohntarifvertrag fordert Verdi im mobilen Bereich eine Erhöhung der Löhne in den BundeslĂ€ndern NRW und Niedersachsen auf 23 Euro pro Stunde, in Baden-WĂŒrttemberg, Bayern, Bremen, Hamburg und Hessen auf 22,50 Euro pro Stunde, in Rheinland-Pfalz und im Saarland auf 22 Euro pro Stunde und in Schleswig-Holstein und den neuen BundeslĂ€ndern auf 21,10 Euro pro Stunde. Im stationĂ€ren Bereich pocht Verdi auf eine Erhöhung der Löhne in den BundeslĂ€ndern NRW, Niedersachsen, Baden-WĂŒrttemberg, Bayern, Bremen, Hamburg und Hessen auf 19,50 Euro pro Stunde, in Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Schleswig-Holstein und den neuen BundeslĂ€ndern auf 18,00 Euro pro Stunde. FĂŒr die betrieblichen Angestellten will Verdi eine prozentuale Erhöhung entsprechend der Erhöhung im stationĂ€ren Bereich erreichen.

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