Mehr Arbeitstage 2026 â spĂŒrbarer Effekt fĂŒr das BIP?
09.12.2025 - 08:31:17Das kommende Jahr wird etwas arbeitsreicher - zumindest gemessen an der Zahl der Arbeitstage. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes mĂŒssen BeschĂ€ftigte 2026 im bundesweiten Schnitt 250,5 Tage arbeiten. Das sind 2,4 Tage mehr als im zu Ende gehenden Jahr, als es mit durchschnittlich 248,1 Arbeitstagen den niedrigsten Wert seit 2019 gab.Â
Die Zahl der Arbeitstage schwankt von Jahr zu Jahr, abhĂ€ngig davon, wie viele Feiertage auf Wochenenden fallen. Im nĂ€chsten Jahr gilt dies fĂŒr den Tag der Deutschen Einheit (3.10.) und den zweiten Weihnachtsfeiertag (26.12.).
WĂ€hrend diese beiden Tage in allen BundeslĂ€ndern Feiertag sind, gibt es von Bundesland zu Bundesland mal mehr, mal weniger Tage, die per Gesetz freigestellt sind. Darum ergeben sich fĂŒr den bundesweiten Durchschnitt fĂŒr die Zahl der Arbeitstage Werte mit einer Nachkommastelle.
Mehr Arbeitstage, mehr Wirtschaftswachstum?
Dass es im kommenden Jahr im Schnitt mehr Arbeitstage gibt, könnte zum Ende der Konjunkturflaute in Deutschland beitragen: Eine Faustregel besagt, dass ein zusĂ€tzlicher Arbeitstag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um etwa 0,1 Prozentpunkte steigern kann. Darum wird immer wieder darĂŒber diskutiert, ob man nicht grundsĂ€tzlich einen Feiertag abschaffen sollte.
Allerdings weisen die Wiesbadener Statistiker darauf hin, dass je nach Lage des zusÀtzlichen Arbeitstages im Jahr der tatsÀchliche konjunkturelle Effekt sehr unterschiedlich ausfallen kann: «Zwischen Heiligabend und Neujahr ruht die wirtschaftliche TÀtigkeit in vielen Branchen ohnehin weitgehend. Ein zusÀtzlicher Arbeitstag hat dann weniger Einfluss auf das BIP, als wenn der 1. Mai oder der 3. Oktober auf ein Wochenende fallen.»





