ROUNDUP, Britische

Britische Notenbank hÀlt Leitzins vorerst stabil

01.02.2024 - 13:48:52

Die britische Zentralbank hat ihren Leitzins wie erwartet abermals nicht verÀndert.

Er betrĂ€gt weiter 5,25 Prozent, wie die Bank of England am Donnerstag nach ihrer geldpolitischen Sitzung in London mitteilte. Ökonomen hatten mit dieser Entscheidung ĂŒberwiegend gerechnet. Es ist bereits das vierte Mal in Folge, dass die WĂ€hrungshĂŒter stillhalten. Zuletzt hatten sie ihre Geldpolitik im Sommer gestrafft.

Angesichts der rĂŒcklĂ€ufigen Inflation werden im Jahresverlauf aber deutliche Zinssenkungen erwartet. Die Bank of England verabschiedete sich dementsprechend von einer Passage in ihrer ErklĂ€rung, die bisher auf die Möglichkeit weiterer Zinsanhebungen hingedeutet hatte. Ähnliches hatte am Mittwochabend die US-Zentralbank Fed getan, die ihren Zins ebenfalls stabil hielt. Eindeutige Hinweise auf kĂŒnftige Zinssenkungen finden sich in der ErklĂ€rung der Bank of England nicht.

Ebenfalls Ă€hnlich wie Fed-Chef Jerome Powell Ă€ußerte sich der britische Notenbankchef Andrew Bailey. "Wir haben in den letzten Monaten gute Nachrichten zur Inflation erhalten. Sie ist stark gesunken", heißt es laut Mitteilung. "Aber wir mĂŒssen mehr Beweise dafĂŒr sehen, dass die Inflation auf das 2-Prozent-Ziel sinkt und dort bleiben wird, bevor wir die Zinsen senken können."

Einigkeit ĂŒber die Ausrichtung besteht im geldpolitischen Ausschuss der Bank of England derzeit nicht. WĂ€hrend sechs der neun Notenbanker fĂŒr stabile Zinsen votierten, plĂ€dierten zwei von ihnen fĂŒr eine weitere Straffung der Geldpolitik. Eine Stimme entfiel im Gegensatz dazu auf eine Zinssenkung. Uneinigkeit ist in der Bank of England nicht unĂŒblich, ein dreigeteiltes Abstimmungsergebnis kommt aber eher selten vor.

Derzeit rechnen die Marktteilnehmer mit Zinssenkungen der Bank of England im laufenden Jahr von insgesamt etwas mehr als einem Prozentpunkt. Als möglicher Startzeitpunkt fĂŒr die geldpolitische Wende gilt die ĂŒbernĂ€chste Sitzung im Mai. Wobei die Chance auf eine erste Zinssenkung aktuell nur etwa 50 Prozent betrĂ€gt. Gemessen wird diese Wahrscheinlichkeit an Terminkontrakten am Anleihemarkt.

@ dpa.de