Entscheidung zum digitalen Euro eventuell noch 2026
21.03.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDas Projekt habe PrioritĂ€t, auch weil Europa im Zahlungsverkehr stark von US-Anbietern abhĂ€ngig sei. "Rund zwei Drittel aller Transaktionen laufen ĂŒber US-Anbieter", so Balz. Der digitale Euro solle eine europĂ€ische Alternative schaffen und die Resilienz erhöhen.
Zugleich wies Balz die Kritik zurĂŒck, der digitale Euro könne Bargeld verdrĂ€ngen oder sei Ausdruck staatlicher Industriepolitik. "Ich sehe den digitalen Euro als eine Art digitalen Zwilling des Bargelds", sagte er. Die Privatwirtschaft habe es bislang nicht geschafft, eine paneuropĂ€ische Zahlungslösung aufzubauen. "Das ist ein klassisches Marktversagen", sagte Balz. Der digitale Euro sei als zusĂ€tzliches Angebot gedacht, nicht als Ersatz.
Auch die Lagerung deutscher Goldreserven im Ausland verteidigte Balz. "Sollte es jemals nötig sein, unsere Goldreserven zu mobilisieren, mĂŒssen sie an den HandelsplĂ€tzen physisch verfĂŒgbar sein", sagte er. New York und London seien zentrale GoldhandelsplĂ€tze.
Auf die Frage, ob veröffentlichte Inventarnummern der einzelnen Barren, die laut Kritikern nicht internationalen Standards entsprĂ€chen, wirklich ausreichten, um Transparenz zu gewĂ€hrleisten, antwortete Balz: "Zu konkreten PrĂŒfquoten oder PrĂŒfverfahren Ă€uĂere ich mich nicht, dazu bestehen vertragliche Vereinbarungen mit den Zentralbanken, die das Gold fĂŒr uns lagern." GrundsĂ€tzlich gelte, die BestĂ€nde wĂŒrden regelmĂ€Ăig ĂŒberprĂŒft, an der Sicherheit der Goldreserven bestehe aus Sicht der Bundesbank kein Zweifel.
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