BundeslĂ€nder zahlten 191 Millionen Euro fĂŒr Microsoft-Produkte
06.05.2026 - 05:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDemnach sind die Kosten der zehn LĂ€nder in den vergangenen Jahren im Schnitt um circa 16,8 Prozent pro Jahr gestiegen. Im Jahr 2021 zahlten die LĂ€nder noch 104,3 Millionen Euro fĂŒr Microsoft-Produkte. Dem gegenĂŒber stehen Kosten von 191,7 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Insgesamt gab es damit eine Kostensteigerung von fast 84 Prozent in fĂŒnf Jahren.
Die gröĂten Ausgaben unter den LĂ€ndern, die geantwortet haben, hatte Nordrhein-Westfalen mit mehr als 180,2 Millionen Euro in fĂŒnf Jahren. In Nordrhein-Westfalen fehlen Zahlen aus dem Innenressort, deswegen ist die Summe in Wirklichkeit noch höher. Darauf folgten Niedersachsen mit 159,1 Millionen Euro und Baden-WĂŒrttemberg mit rund 110,4 Millionen Euro. Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz haben keine Zahlen zur VerfĂŒgung gestellt.
Als GrĂŒnde fĂŒr die gestiegenen Kosten nannten die LĂ€nder, dass sie mehr IT brauchten als frĂŒher. AuĂerdem Ă€nderten die Hersteller ihre Lizenzmodelle. Microsoft bringe viele Services in die Cloud, statt sie wie bisher als lokale Installationen zu verkaufen. ZusĂ€tzlich steigen die Anforderungen an die Sicherheit und die Produkte enthielten neue Funktionen, wodurch diese teurer wĂŒrden.
Alexander Britz, der das Public-Sector-GeschĂ€ft von Microsoft in Deutschland leitet, sagte, wenn er Schlagzeilen lese, wie viel Geld fĂŒr Microsoft ausgegeben werde, Ă€rgere er sich immer ein wenig. Das seien nicht die Summen, die bei Microsoft ankommen.
Er wies darauf hin, dass Microsoft nicht direkt an die öffentliche Hand verkaufe. Stattdessen verkaufe Microsoft an sogenannte Handelspartner. Das seien IT-Firmen, die wiederum an öffentliche IT-Dienstleister verkaufen. Der IT-Dienstleister verkaufe die Produkte schlieĂlich an die LĂ€nder.
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