Regierung weist Warnungen vor verschiedenen Strompreiszonen zurĂŒck
14.08.2023 - 12:49:09 | dts-nachrichtenagentur.de"Es gab am Wochenende ĂuĂerungen vom PrĂ€sidenten der Bundesnetzagentur, der bezog sich auf Netzentgelte und das Verfahren zu Netzentgelten", sagte eine Regierungssprecherin am Montag in Berlin. Nur der bayerische MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU) habe sich zum Thema Strompreiszonen geĂ€uĂert - beide Sachverhalte mĂŒssten aber "voneinander getrennt" werden.
"Es sind absolut verschiedene Sachverhalte", so die Sprecherin. In Berlin gehe es derzeit nur um eine "Verfahrensregelung", die sich gerade in einem Gesetzentwurf im Bundestag befinde, und "keine Entscheidung in der Sache". Diese "Verfahrensregelung" setze eine Rechtsprechung des EuropĂ€ischen Gerichtshofs um, wonach die Festlegung von Netzentgelten durch eine unabhĂ€ngige Regulierungsbehörde erfolgen muss, in Fall von Deutschland die Bundesnetzagentur. Der Gesetzentwurf schaffe eine "ErmĂ€chtigungsgrundlage" fĂŒr die Bundesnetzagentur, beim Thema der Netzentgelte kĂŒnftig stĂ€rker regulierend tĂ€tig werden zu können. In einem weiteren Schritt mĂŒsse die Netzagentur dann ein Verfahren aufsetzen, wie denn die Netzentgelte kĂŒnftig reguliert werden könnten. Es sei das klare Ziel der Bundesregierung, die Netzausbaukosten zwischen den Regionen "fair" zu verteilen, so die Sprecherin weiter. FĂŒr eine Ausgestaltung der Netzentgelte seien aber "unterschiedliche Rahmenbedingungen" zu beachten: "Das sind zum einen europĂ€ischen Rahmenbedingungen und das ist zum anderen ein enger Dialog zwischen den BundeslĂ€ndern, der dafĂŒr erforderlich ist." Der Dialog zwischen den BundeslĂ€ndern habe auch begonnen. Bayerns MinisterprĂ€sident Söder hatte zuvor alarmiert auf Aussagen von Netzagenturchef Klaus MĂŒller reagiert: "Unterschiedliche Strompreiszonen wĂ€ren ein groĂer Fehler", sagte Söder der "SĂŒddeutschen Zeitung". Wer solchen Zonen "das Wort redet, legt die Axt an den Industriestandort Deutschland und gefĂ€hrdet SĂŒddeutschland als industrielles Herz der Republik". Die Bundesnetzagentur hatte sich am Samstag fĂŒr eine Preisreform mit niedrigeren GebĂŒhren fĂŒr Regionen mit viel Windkraft ausgesprochen: Im Bundestag liege ein Gesetzentwurf, der die Bundesnetzagentur autorisieren wĂŒrde, "faire Netzentgelte" einzufĂŒhren, sagte MĂŒller der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung". Sobald das Gesetz verabschiedet sei, werde man einen Vorschlag fĂŒr die Reform machen.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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