Berlin, Leyens

Berlin lehnt von der Leyens' Vorschlag fĂŒr Billionen-Etat ab

16.07.2025 - 23:14:59 | dpa.de

Die Bundesregierung lehnt den Vorschlag von EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen fĂŒr den nĂ€chsten langfristigen Gemeinschaftshaushalt der EuropĂ€ischen Union ab.

Ein umfassender Aufwuchs des EU-Etats sei nicht vermittelbar in Zeiten, in denen die MitgliedslĂ€nder mit erheblichen Anstrengungen bemĂŒht seien, ihre Haushalte zu stabilisieren, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. "Daher werden wir den Vorschlag der Kommission nicht akzeptieren können."

Von der Leyen will 2-Billionen-Budget

Die deutsche CDU-Politikerin von der Leyen will den mehrjĂ€hrigen EU-Haushalt deutlich aufstocken - etwa um zusĂ€tzliche Investitionen in Sicherheit und Verteidigung zu ermöglichen. Dem Willen der Kommission zufolge soll der Etat fĂŒr die Jahre 2028 bis 2034 rund 2 Billionen Euro umfassen - das sind etwa 700 Milliarden Euro mehr als derzeit fĂŒr die laufende siebenjĂ€hrige Budgetperiode veranschlagt sind.

In dem Haushalt werden Obergrenzen der jÀhrlichen Ausgaben der EU sowie deren Verwendung festgelegt. Als wirtschaftsstÀrkster Mitgliedsstaat steuert Deutschland in der Regel knapp ein Viertel der Mittel bei.

Kommission will neue Einnahmequellen schaffen

Die vorgeschlagene Budgeterhöhung könnte allerdings zumindest teilweise auch ĂŒber neue Einnahmequellen finanziert werden: Um den Druck auf die nationalen Haushalte zu verringern, will die EU-Kommission sogenannte neue Eigenmittel schaffen.

So schlĂ€gt sie unter anderem eine Abgabe auf nicht fĂŒr das Recycling gesammelten Elektroschrott vor. Weiterhin sieht sie eine Abgabe fĂŒr große Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro vor. Auch diese finde bei der von der Leyens Parteifreund Friedrich Merz angefĂŒhrten Bundesregierung keine UnterstĂŒtzung, teilte Kornelius weiter mit. Lob gab es fĂŒr den Reformansatz der Kommission und die Ausrichtung des Haushalts auf neue PrioritĂ€ten.

Der Vorschlag muss nun von den EU-LÀndern und dem EuropÀischen Parlament beraten werden, es werden lange und komplizierte Verhandlungen erwartet.

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