Bundesregierung gelassen nach Trumps Europa-ĂuĂerungen
26.03.2025 - 14:10:36Die Bundesregierung habe sich vorgenommen, "nicht jede ĂuĂerung, die wir so den lieben langen Tag auf verschiedenen Ebenen zu hören bekommen", zu kommentieren, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin. Er rate "zu einer gewissen Gelassenheit".
Das transatlantische VerhĂ€ltnis sei gut, es gebe ein enges BĂŒndel an direkten, guten und belastbaren Kontakten mit der US-Regierung, fĂŒgte er hinzu.
Trump hatte EuropĂ€er zuvor als Schmarotzer bezeichnet. Zuvor war aus einem Gruppenchat von Mitgliedern der Trump-Regierung ĂŒber Angriffe im Jemen eine tiefe Verachtung fĂŒr Europa zu erkennen gewesen. So wurde Vance mit den Worten zitiert: "Ich hasse es einfach, Europa wieder aus der Klemme zu helfen."
Bundesregierung gegen Drohungen mit Boykott von US-Waren
Hebestreit betonte, die Bundesregierung werde sich Boykottandrohungen gegenĂŒber dem Import von US-Waren nicht anschlieĂen. "Wir haben immer deutlich gemacht, dass wir nicht mehr Handelshemmnisse brauchen, sondern weniger." Vom freien Handel profitierten alle, insbesondere Deutschland, das zu den exportstĂ€rksten Nationen der Welt gehöre.
Russische Forderungen nach Ende von Sanktionen
Zu Forderungen Moskaus nach einer Aufhebung vieler Sanktionen als Bedingung fĂŒr Garantien fĂŒr eine sichere zivile Schifffahrt auf dem Schwarzen Meer unterstrich Hebestreit, alle Sanktionen, die die EU erlassen habe, mĂŒsse diese dann auch wieder einstellen. Damit wĂ€re Europa dann "mit im Boot".
Angesichts von Forderungen Moskaus, der russischen Landwirtschaftsbank und anderen GeldhĂ€usern wieder Zugang zum internationalen Finanztelekommunikationssystem Swift zu geben, machte der deutsche Regierungssprecher auf den europĂ€ischen Sitz von Swift aufmerksam. Das System habe seinen Standort in Belgien "und insofern ist es eine europĂ€ische Jurisdiktion, die gilt". Ăber entsprechende politische Forderungen mĂŒsse dann mit Europa diskutiert werden.

