Ursula Gather, Thyssenkrupp

Krupp-Stiftung erwartet Entscheidung zu Thyssenkrupp Steel

03.10.2023 - 11:08:20

Die Chefin der Krupp-Stiftung kann sich die VerselbststÀndigung des Stahl-Verkaufs vorstellen. Wie das genau aussehen könnte, ist jedoch nicht ihre Baustelle.

Die Chefin der Krupp-Stiftung, Ursula Gather, erwartet eine baldige Entscheidung zur Zukunft des StahlgeschÀfts von Thyssenkrupp.

«Alle Beteiligten verfolgen die VerselbststĂ€ndigung des Stahls mit Tempo. Ein Verharren ist sicher keine Option fĂŒr Thyssenkrupp. Ich kann mir vorstellen, dass in absehbarer Zeit eine Entscheidung getroffen wird», sagte die Vorsitzende des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung der «Rheinischen Post».

Die Krupp-Stiftung ist mit 21 Prozent die grĂ¶ĂŸte EinzelaktionĂ€rin der Thyssenkrupp AG. Gather ist Mitglied des Aufsichtsrats. Die Thyssenkrupp-Stahlsparte ist Deutschlands grĂ¶ĂŸter Stahlhersteller. Sie zĂ€hlte Ende Juni 26.250 BeschĂ€ftigte. Der Mutterkonzern strebt schon seit LĂ€ngerem eine VerselbststĂ€ndigung der Stahlsparte an.

Gather hĂ€lt es fĂŒr möglich, dass sich die Stiftung direkt an dem verselbststĂ€ndigten Unternehmen beteiligt, auch bei einem Börsengang: «In verschiedensten Varianten ist eine Beteiligung der Stiftung an einem neuen Stahlunternehmen denkbar, wenn dies fĂŒr die Stiftung nachhaltig sichere Einnahmen verspricht», sagte sie der Zeitung. Wenn es zu einem Spin-off kĂ€me, wĂŒrden die AktionĂ€re von Thyssenkrupp ohnehin automatisch auch AktionĂ€re des neuen Stahlunternehmens.

In welche Richtung eine VerselbststĂ€ndigung gehen könnte, sagte Gather nicht: «Wie die geplante VerselbststĂ€ndigung konkret aussehen könnte, dafĂŒr gibt es viele Optionen. Ob ein Unternehmen, das Energie oder grĂŒne Brammen liefert, ein anderer strategischer Investor oder Private Equity - solche Partnerschaften zu sondieren, ist Sache des Vorstands von Thyssenkrupp», sagte Gather. «Nach meinem Informationsstand prĂŒft der Vorstand von Thyssenkrupp weiterhin alle Optionen und fĂŒhrt GesprĂ€che, um dann dem Aufsichtsrat eine Lösung vorzuschlagen.»

@ dpa.de