Chinas Exporte verlieren an Schwung
14.04.2026 - 06:11:32 | dpa.de
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und steigender Unsicherheit im Welthandel hat Chinas Exportwachstum im MÀrz deutlich an Tempo verloren. Die Ausfuhren stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat nur noch um 2,5 Prozent, wie aus Daten der chinesischen Zollbehörde hervorgeht.
Damit fiel das Exportwachstum erheblich schwÀcher aus als von Analysten erwartet. In den ersten beiden Monaten des Jahres hatten Chinas Exporte noch deutlich stÀrker zugelegt.
Importe steigen krÀftig
Ăberraschend krĂ€ftig legten dagegen im MĂ€rz die Importe um fast 28 Prozent zu. Chinas HandelsĂŒberschuss schrumpfte dadurch auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr.
Seit dem Beginn des Iran-Kriegs sorgen steigende Energiepreise und neue Unsicherheit ĂŒber Lieferketten fĂŒr Belastungen. Eine besondere Rolle spielt dabei die StraĂe von Hormus, ĂŒber die ein erheblicher Teil des weltweiten Ăl- und FlĂŒssiggastransports lĂ€uft.
Höhere Kosten fĂŒr Energie und Transport dĂŒrften auch exportorientierte chinesische Unternehmen belasten. Zugleich könnten die Verwerfungen im Nahen Osten die Nachfrage in wichtigen AbsatzmĂ€rkten dĂ€mpfen.
StĂŒtzende Faktoren fĂŒr China
Marktbeobachter sehen jedoch auch stĂŒtzende Faktoren fĂŒr China. So könnte die zweitgröĂte Volkswirtschaft mittelfristig davon profitieren, dass sie bei grĂŒnen Energietechnologien und Elektroautos stark aufgestellt ist.
Die Sorge vor steigenden Ălpreisen könnte in anderen LĂ€ndern die Nachfrage nach solchen Produkten erhöhen.
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