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CSU: Zahl der AsylantrÀge auf weit unter 100.000 reduzieren

06.10.2024 - 14:37:04

Die CSU fordert mit teils drastischen Worten eine strikte Begrenzung der Zuwanderung, mit einer Obergrenze von deutlich unter 100.000 AsylantrÀgen pro Jahr.

Im vergangenen Jahr waren in Deutschland mehr als 300.000 AsylantrÀge registriert worden.

"Eine strikte Begrenzung der Migration ist dringend nötig", heißt es im Entwurf eines Leitantrags fĂŒr den CSU-Parteitag am kommenden Wochenende, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Insgesamt muss daher die Zahl der AsylantrĂ€ge auf weit unter 100.000 im Jahr reduziert werden." Zudem brauche es eine grundlegende Reform des Asylrechts und eine "echte Wende" in der Migrationspolitik - und all das ohne Denkverbote.

"Menschen fĂŒhlen sich teilweise nicht mehr zu Hause"

Die Zahl - weit unter 100.000 - hatte CSU-Chef Markus Söder schon vor einigen Wochen ins GesprĂ€ch gebracht. Beim Asylrecht soll nach Vorstellung der CSU nicht mehr ein individuell einklagbarer Rechtsanspruch allein ausschlaggebend sein: Die Partei will "das individuelle subjektive Recht auf Asyl durch eine institutionelle Garantie ersetzen". "Wir in Deutschland mĂŒssen selbst entscheiden können, wer zu uns ins Land kommt", betont die CSU.

Die Partei argumentiert in dem Leitantragsentwurf: "Deutschland ist sichtbar mit den Folgen der unkontrollierten Zuwanderung ĂŒberfordert- und zwar nicht nur im Hinblick auf Kitas, Schulen und Wohnraum,sondern auch kulturell und bei der Sicherheit." Und die Warnungen gehen noch weiter: "In vielen deutschen StĂ€dten fĂŒhlen sich die Menschen teilweise nicht mehr zu Hause und sorgen sich um ihre Sicherheit. Die Wahrheit ist: Es ist uns ĂŒber den Kopf gewachsen, der Zuzug ist zu viel und nicht mehr stemmbar."

Syrische und afghanische FlĂŒchtlinge sollen "perspektivisch" ausreisen

Konkret fordert die CSU erneut sofortige Abschiebungen von StraftĂ€tern und GefĂ€hrdern nach Syrien und Afghanistan, und auch in weitere LĂ€nder - aber nicht nur das: "Perspektivisch mĂŒssen auch nicht-straffĂ€llige syrische und afghanische FlĂŒchtlinge in die sicheren Regionen ihrer HeimatlĂ€nder zurĂŒckkehren."

Ansonsten findet sich in dem Papier eine weitere lange Reihe altbekannter CSU-Forderungen: etwa nach einem Ausreisearrest fĂŒr ausreisepflichtige StraftĂ€ter und GefĂ€hrder, umfassenden Grenzkontrollen, der sofortigen Möglichkeit zu ZurĂŒckweisungen von Asylbewerbern auch an den deutschen Außengrenzen sowie nach Asylverfahren in sicheren Drittstaaten und direkt an den EU-Außengrenzen.

@ dpa.de