Zahl der Insolvenzen steigt
11.04.2025 - 09:09:13Im MĂ€rz ist die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen erneut gestiegen, und zwar um 5,7 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Immerhin blieb die Zuwachsrate damit erstmals seit Juni 2024 (+6,3 Prozent) wieder im einstelligen Bereich.
Die Verfahren flieĂen erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik ein, wie die Behörde betont. Der tatsĂ€chliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liege oft annĂ€hernd drei Monate davor.
Höhere Forderungen der GlÀubiger
Nach endgĂŒltigen Ergebnissen haben die Amtsgerichte im Januar 1.830 Unternehmensinsolvenzen registriert, bei den es zusammen um Forderungen der GlĂ€ubiger in Höhe von 5,3 Milliarden Euro geht. Die Zahl der Verfahren lag damit 12,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Forderungen hatten im Januar 2024 geringere 3,5 Milliarden Euro betragen. Erneut mussten Unternehmen aus dem Wirtschaftsabschnitt Lagerei und Verkehr besonders hĂ€ufig ihre ZahlungsunfĂ€higkeit bekennen.
Die Insolvenzzahlen steigen weiter. Im Gesamtjahr 2024 haben die Amtsgerichte nach frĂŒheren Angaben 21.812 AntrĂ€ge erhalten. Das waren 22,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, als schon eine Steigerungsrate von 22,1 Prozent registriert worden war. Eine höhere Insolvenzzahl hatte es zuletzt im Jahr 2015 mit 23.101 FĂ€llen gegeben. Noch deutlich höhere Zahlen hatte es in der Finanzkrise im Jahr 2009 gegeben.
Die Industrie- und Handelskammern erwarten ein weiteres Anschwellen der Insolvenzwelle. Vor allem kleinere Firmen berichteten in den Konjunkturumfragen der Kammern von LiquiditĂ€tsengpĂ€ssen. Das sei ein weiteres Warnsignal fĂŒr die Koalition, die die Wirtschaft spĂŒrbar entlasten mĂŒsse, teilte DIHK-Chefanalyst Volker Treier mit.

