Steuern, Wirtschaftskrise

Dax-Konzerne zögern bei 1.000-Euro-PrÀmie

18.04.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Dax-Konzerne reagieren verhalten auf die von der Bundesregierung geplante mögliche 1.000-Euro-PrĂ€mie fĂŒr Arbeitnehmer.

Euroscheine (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Wie eine Umfrage der "Welt am Sonntag" und "Business Insider" zeigt, warten die 40 Unternehmen mehrheitlich den Gesetzentwurf der Bundesregierung ab. Erst dann wollen sie entscheiden, ob sie die sogenannte EntlastungsprÀmie an ihre Mitarbeiter auszahlen. Zu- oder Absagen hat der PrÀmie kein Unternehmen erteilt.

Die BMW Group prĂŒfe derzeit die angekĂŒndigten gesetzlichen Rahmenbedingungen, heißt es dort. Statt befristeter Einzelmaßnahmen plĂ€diert der Autobauer fĂŒr eine "kĂŒnftige verlĂ€ssliche" Begrenzung der Sozialversicherungsabgaben. "Mit den geplanten Sozialreformen könnte die Bundesregierung nachhaltig und spĂŒrbar BeschĂ€ftigte wie Unternehmen entlasten", schreibt der Konzern.

SAP lĂ€sst den Zeitungen zufolge offen, ob es seinen 25.000 deutschen Mitarbeitern die PrĂ€mie zahlen will. Der Konzern verweist jedoch auf seine Benefit-Programme wie das sogenannte MobilitĂ€tsbudget. SpĂ€testens nach drei Jahren etwa haben Mitarbeiter Anspruch auf einen Firmenwagen und erhalten Tank- und Ladegutscheine, die sie auch privat nutzen könnten. Siemens und Symrise erklĂ€ren ebenfalls, ihre Mitarbeiter sparten lĂ€ngst Spritkosten, dank Homeoffice-Optionen und Leasing-Angeboten fĂŒr FahrrĂ€der.

Der Digital-Konzern Scout24 erklĂ€rte, man sehe "kritisch", dass der Staat BĂŒrger ĂŒber freiwillige PrĂ€mien der Unternehmen entlasten will, und schlage strukturelle Lösungen vor. Vor allem steuerliche Entlastungen könnten die Kaufkraft der Arbeitnehmer stĂŒtzen. FĂŒr BASF ist klar: Auch wenn die PrĂ€mie steuer- und abgabenfrei sein könnte, sollen fĂŒr den Konzern "keine zusĂ€tzlichen Belastungen" entstehen. "Sobald die Bundesregierung die konkreten gesetzlichen Rahmenbedingungen festgelegt hat, wird BASF das Thema sorgfĂ€ltig prĂŒfen und entsprechend bewerten", schreibt das Chemie-Unternehmen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte die PlĂ€ne fĂŒr eine mögliche PrĂ€mie fĂŒr BeschĂ€ftigte am Montag verkĂŒndet. Bis zu 1.000 Euro sollen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern einmalig zahlen können, steuer- und abgabenfrei. Den Gesetzentwurf diskutiert die Koalition aus CDU und SPD noch. An der Befragung der "Welt am Sonntag" hatten bis Redaktionsschluss 30 Konzerne teilgenommen, vier weitere lehnten ein Statement ab.

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