DIHK warnt vor lÀnger andauernden Wirtschaftsproblemen
09.04.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de
Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) warnt trotz der Waffenruhe im Iran-Krieg vor lĂ€nger anhaltenden Lieferproblemen und hohen Energiepreisen fĂŒr die deutsche Wirtschaft."Es ist auch fĂŒr die Wirtschaft eine Erleichterung, dass sich die Kriegsparteien auf eine Waffenruhe einigen konnten.
Haus der Deutschen Wirtschaft (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Dennoch bleibt die Lage sehr angespannt", sagte DIHK-AuĂenwirtschaftschef Volker Treier der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Das zeigt auch eine laufende Umfrage der Auslandshandelskammern (AHKs) an ihren Standorten in aller Welt, die wir als DIHK vorab ausgewertet haben: Danach sind rund 85 Prozent dieser mit Deutschland verbundenen Unternehmen direkt oder indirekt von den Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten betroffen", sagte Treier.
"Selbst wenn die StraĂe von Hormus nun wieder geöffnet werden und offen bleiben sollte: Störungen in den Transportwegen und SchĂ€den an den Energieinfrastrukturen wirken lĂ€nger nach. Sie belasten die internationalen Logistikketten, und stellen damit auch fĂŒr die deutsche Wirtschaft ein groĂes Problem dar. Unternehmen mĂŒssen sich auf ein lĂ€ngerfristig höheres Kostenniveau einrichten", erklĂ€rte der DIHK-Experte.
Deutschland habe schon vor der Krise mit die höchsten Energiekosten weltweit gehabt. "Stark gestiegene Arbeitskosten und Rekordbelastungen bei Abgaben, Steuern und BĂŒrokratie kommen noch hinzu. Deshalb erwarten wir von der Bundesregierung jetzt nicht nur pragmatische Krisenreaktionen, sondern endlich auch strukturelle Reformen, die unsere Wirtschaft in der Breite entlasten."
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