Auftragsmangel, Deutschland

Auftragsmangel in Deutschland verschÀrft sich weiter

11.11.2024 - 08:35:37

Die deutsche Wirtschaft leidet immer stÀrker unter fehlenden AuftrÀgen.

Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Ifo-Instituts meldeten im Oktober 41,5 Prozent der Unternehmen Auftragsmangel, nach 39,4 Prozent im Juli. Das ist der höchste Wert seit der Finanzkrise 2009. "Der Mangel an AuftrÀgen hemmt weiterhin die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen.

"Kaum eine Branche bleibt verschont." In der Industrie berichtet fast jedes zweite Unternehmen (47,7 Prozent) von fehlenden AuftrĂ€gen. Gerade die Kernbranchen wie Maschinenbau, Metall- und Elektroindustrie sorgen sich. "Die im September wieder gestiegenen AuftragsbestĂ€nde können ein Hoffnungssignal sein. Aber es ist noch ein weiter Weg zu gehen, bis die BĂŒcher wieder voll sind", so Wohlrabe. Bei den Dienstleistern ist der Anteil leicht von 31,2 auf 32,1 Prozent gestiegen. Insbesondere der Transportsektor ist von der schlechten Industriekonjunktur betroffen. Aufgrund der schwachen Arbeitsnachfrage berichten rund zwei Drittel der Personalagenturen von mangelnden AuftrĂ€gen. "Leiharbeiter sind in der aktuellen Lage weniger gefragt", sagte Wohlrabe. Etwas mehr als ein Drittel der Gastronomiebetriebe haben zu wenig GĂ€ste. In der Veranstaltungsbranche liegt der Anteil von Unternehmen, die ĂŒber zu wenig AuftrĂ€ge klagen, bei 48,5 Prozent nach 38,5 Prozent im Juli. "Die Großereignisse haben sicherlich etwas Kaufkraft fĂŒr kleinere Konzerte und Veranstaltungen abgezogen", so Wohlrabe. Rechts- und Steuerberater sowie WirtschaftsprĂŒfer blicken im Moment weniger sorgenvoll auf ihre Auftragslage. Hoher BĂŒrokratie- und Regulierungsaufwand bescheren ihnen eine hohe Nachfrage nach Beratung.

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