Wirtschaftskrise

Datev: Umsatz im Mittelstand schrumpft

20.10.2025 - 18:24:46

Die deutschen mittelstÀndischen Unternehmen verlieren weiter an Boden.

Im September sank der Umsatz preis- und saisonbereinigt um 2,7 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresmonat. Das zeigt der Datev-Mittelstandsindex, den die FAZ in ihrer Dienstagsausgabe veröffentlicht. FĂŒr eine Stabilisierung des Umsatzes, die sich im Sommer zaghaft angedeutet habe, gebe es keine Anzeichen mehr, erklĂ€rte Timm Bönke, Chefvolkswirt von Datev. Im Gastgewerbe lag der Umsatz um 4,5 Prozent niedriger als vor einem Jahr, im Bauhauptgewerbe um 2,9 Prozent und im verarbeitenden Gewerbe um 2,8 Prozent.

"Der Reformstau geht der Wirtschaft an die Substanz", kommentierte Robert Mayr, Vorstandsvorsitzender der Datev-Genossenschaft. Am Arbeitsmarkt leisten die mittelstĂ€ndischen Unternehmen derzeit keinen positiven Beitrag zur BeschĂ€ftigung. Im September sank ihre BeschĂ€ftigung gemĂ€ĂŸ der Datev-Daten um 0,1 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresmonat. Ein Grund dafĂŒr ist, dass die mittelstĂ€ndischen Unternehmen zwischen dem sinkenden Umsatz und steigenden Lohnkosten in der Klemme sitzen. Die Löhne und GehĂ€lter stiegen im Mittelstand im September um 4,1 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Damit schwĂ€cht der Lohnzuwachs sich ab, liegt aber höher als die Inflationsrate von zuletzt 2,4 Prozent. Datev, der IT-Dienstleister der steuerberatenden Berufe, greift fĂŒr den Mittelstandsindex in anonymisierter Form auf die Umsatzsteuervoranmeldungen und andere Daten von mehr als einer Million mittelstĂ€ndischen Unternehmen zurĂŒck. Die Daten sind schneller als die amtliche Statistik verfĂŒgbar. Sie geben einen Einblick in die wirtschaftliche Entwicklung der kleinen und mittleren Unternehmen, die das RĂŒckgrat der deutschen Wirtschaft stellen.

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