DGB kritisiert PlÀne von Union und SPD zur Arbeitszeit
26.04.2025 - 08:28:33
Die voraussichtliche kĂŒnftige Regierung plant, die tĂ€gliche Höchstarbeitszeit zugunsten einer Wochenarbeitszeit abzuschwĂ€chen.
Das sei "keine gute Idee", sagte Fahimi der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Das könnte bei gleichzeitigem Festhalten an der Mindestruhezeit bedeuten, dass in einigen Branchen die 13-Stunden-Schicht zum Standard wird", so die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes.
"Ich warne zudem davor, das Arbeitszeitgesetz zur politischen Verhandlungsmasse zu machen. Das ist ein fatales und grundfalsches Signal an die Belegschaften und auch an die Tarifvertragsparteien. Der Politik kann ich daher nur sagen: Finger weg davon."
Auf die Frage, ob dieser Appell an die Politik auch fĂŒr das Thema Mindestlohn gelten sollte, sagte Fahimi: "Die Mindestlohnkommission hat sich in ihrer neuen GeschĂ€ftsordnung selbst zum Ziel gesetzt, das Kriterium des sechzigprozentigen Medianlohns zu berĂŒcksichtigen. Ich sehe also gar keinen Widerspruch zum Koalitionsvertrag. Es bleibt der Politik stets vorbehalten, dies abschlieĂend zu bewerten."


