Arbeitsmarkt

Verdi pocht auf deutliche Lohnsteigerungen fĂŒr LĂ€nderbeschĂ€ftigte

Veröffentlicht am: 14.01.2026 um 12:39 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi drÀngt vor der zweiten Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der LÀnder auf ein "verhandlungsfÀhiges Angebot" von den Arbeitgebern.

Verdi ruft fĂŒr Freitag bundesweit zu Warnstreiks im Handel auf
Verdi (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke warnte am Mittwoch vor einer "explosiven Stimmung" aufgrund von Personalmangel, unbesetzten Stellen und wachsender Überlastung der BeschĂ€ftigten. Die LĂ€nderbeschĂ€ftigten litten unter Reallohnverlusten und wĂŒrden im Vergleich zu ihren Kollegen bei Bund und Kommunen schlechter bezahlt.

Die Verhandlungen fĂŒr die rund 2,2 Millionen BeschĂ€ftigten im öffentlichen Dienst der LĂ€nder, darunter 925.000 TarifbeschĂ€ftigte, werden am Donnerstag und Freitag in Potsdam fortgesetzt. Werneke sagte, dass die um die Inflationsraten bereinigten Einkommen der LĂ€nderbeschĂ€ftigten unter dem Niveau von 2019 lĂ€gen und die LĂ€nder im vergangenen Jahr ein Einnahme-Plus von 5,2 Prozent verzeichnet hĂ€tten.

Seit Montag beteiligen sich LĂ€nderangestellte in mehreren BundeslĂ€ndern an Warnstreiks und Protesten. Betroffen waren unter anderem die Uni MĂŒnster, Theater und BĂŒhnen in Berlin sowie Unikliniken in DĂŒsseldorf, Köln, Bonn und Essen. Verdi fordert sieben Prozent mehr Gehalt im Monat fĂŒr die BeschĂ€ftigten, mindestens aber 300 Euro zur StĂ€rkung der unteren Lohngruppen. FĂŒr NachwuchskrĂ€fte sollen die VergĂŒtungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert.

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