Merz dringt auf EU-Kapitalmarkt
02.02.2026 - 20:34:24Die EuropĂ€er mĂŒssen fĂŒr mehr WettbewerbsfĂ€higkeit nach Ansicht von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) HĂŒrden fĂŒr einen gemeinsamen Kapitalmarkt aus dem Weg rĂ€umen. «Wir wollen endlich dafĂŒr sorgen, dass wir einen offenen europĂ€ischen Kapitalmarkt bekommen, auch mit der notwendigen Finanzmarktinfrastruktur», sagte der Kanzler beim Neujahrsempfang der Deutschen Börse in Eschborn bei Frankfurt.Â
Dies sei auch Voraussetzung dafĂŒr, «dass wir in Zukunft auch BörsengĂ€nge von hoffnungsvollen, sich weiterentwickelnden jungen Unternehmen in Europa und in Deutschland sehen und nicht notwendigerweise und immer wieder an den amerikanischen Börsen», sagte Merz.
Merz wirbt fĂŒr europĂ€ische Börse
Merz hatte bereits im Oktober im Bundestag gefordert, die Kraft des europĂ€ischen Binnenmarkts besser auszuschöpfen, um Europa wettbewerbsfĂ€higer zu machen: «Wir brauchen eine Art European Stock Exchange, damit erfolgreiche Unternehmen wie zum Beispiel Biontech aus Deutschland nicht an die New Yorker Börse gehen mĂŒssen.» Der Mainzer Impfstoffentwickler, bekanntgeworden in der Corona-Pandemie, war 2019 an die amerikanische Technologiebörse Nasdaq gegangen.
Umsetzung eines gemeinsamen Kapitalmarkts stockt
Seit Jahren ringt die EuropĂ€ische Union um einen gemeinsamen Kapitalmarkt, in dem bĂŒrokratische HĂŒrden zwischen den EU-Staaten fallen. Die EU will erreichen, dass mehr Kleinanleger an den FinanzmĂ€rkten investieren, damit mehr Geld etwa fĂŒr Infrastruktur, Digitalisierung und Umweltschutz zur VerfĂŒgung steht. Unternehmen sollen sich leichter Geld beschaffen können. Doch die Umsetzung des Projekts stockt.
Auf einem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der EuropĂ€ischen Union am 12. Februar will Merz das Thema WettbewerbsfĂ€higkeit der europĂ€ischen Wirtschaft in den Mittelpunkt stellen. PrioritĂ€t hat fĂŒr den Kanzler der Abbau von BĂŒrokratie in Europa.





