Spareinlagen, Inflation

Spareinlagen: Inflation entwertet Einlagensicherung der Sparer

14.03.2025 - 13:00:00

Die europĂ€ische Sicherung der Spareinlagen hat in den vergangenen 14 Jahren fast 40 Prozent ihres Wertes eingebĂŒĂŸt.

Das geht aus der Antwort der EU-Kommission auf eine Anfrage der liberalen Renew-Fraktion im EuropĂ€ischen Parlament hervor, ĂŒber die der "Spiegel" berichtet. Danach liegt der Betrag, bis zu dem die EU-Staaten die Einlagen der Sparer vor einer Bankenpleite schĂŒtzen mĂŒssen, seit Dezember 2010 unverĂ€ndert bei 100.000 Euro. Wegen der Inflation entspreche dieser Wert heute lediglich noch gut 60.000 Euro. Grund sei, dass die Richtlinien des Staatenbundes "keinen Mechanismus zur automatischen Anpassung der Deckungssumme an die Inflation vorsehen".

Den Garantiebetrag zu erhöhen, halten die EU-Beamten nicht fĂŒr erforderlich. Weil auf rund 96 Prozent der EU-Konten geringere BetrĂ€ge lĂ€gen, sei eine ausreichende Zahl von Sparern abgesichert. Zudem habe der Anteil der abgesicherten Konten zwischen 2007 und 2019 zugenommen. Der FDP-Abgeordnete Moritz Körner hĂ€lt die Argumente der EU-Behörde fĂŒr unzureichend und verweist auf die USA. Dort betrĂ€gt die Einlagensicherung maximal 250.000 Dollar. "Aufgrund der anhaltend hohen Inflation wird ein zunehmender Teil der Einlagen deutscher Sparer in Zukunft nicht mehr abgesichert sein", sagte er. "Das birgt langfristige Gefahren fĂŒr das Vertrauen in die europĂ€ische FinanzstabilitĂ€t, denen die EU schon lĂ€ngst hĂ€tte entgegenwirken mĂŒssen."

@ dts-nachrichtenagentur.de