EZB, Leitzins

EZB behÀlt Leitzins von 4,25 Prozent bei

18.07.2024 - 14:25:40

Die EuropÀische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins bei 4,25 Prozent belassen.

Das teilte die Notenbank am Donnerstag nach ihrer Ratssitzung in Frankfurt am Main mit. Damit wurde die zuletzt unterbrochene Zinspause, die seit Oktober gelaufen war, wieder aufgenommen. Der ebenfalls wichtige Einlagezinssatz liegt weiter bei 3,75 Prozent - ihn bekommen Banken fĂŒr ihr bei der Zentralbank geparktes Geld, auch Tagesgeldzinsen fĂŒr Verbraucher bewegen sich mittelfristig meist in diesem Bereich. Die neu verfĂŒgbaren Daten stĂŒtzten weitgehend die bisherige EinschĂ€tzung der mittelfristigen Inflationsaussichten, schrieb die EZB bezĂŒglich ihrer Entscheidung.

Zwar seien einige MessgrĂ¶ĂŸen der zugrunde liegenden Inflation im Mai aufgrund von einmaligen Faktoren leicht angestiegen, im Juni blieben die meisten MessgrĂ¶ĂŸen aber unverĂ€ndert oder gingen leicht zurĂŒck. "Die inflationĂ€ren Auswirkungen des starken Lohnwachstums wurden wie erwartet durch Gewinne abgefedert. Die Geldpolitik sorgt dafĂŒr, dass die Finanzierungsbedingungen restriktiv bleiben." Zugleich sei der binnenwirtschaftliche Preisdruck weiterhin hoch, der Preisauftrieb bei den Dienstleistungen sei erhöht und die Gesamtinflation dĂŒrfte bis weit ins nĂ€chste Jahr ĂŒber dem Zielwert bleiben. Der EZB-Rat sei "entschlossen, fĂŒr eine zeitnahe RĂŒckkehr der Inflation zum mittelfristigen Ziel von zwei Prozent zu sorgen". Er werde die Leitzinsen so lange wie erforderlich ausreichend restriktiv halten, um dieses Ziel zu erreichen. Die Festlegung der angemessenen Höhe und Dauer des restriktiven Niveaus durch den EZB-Rat werde auch in Zukunft von der Datenlage abhĂ€ngen und von Sitzung zu Sitzung erfolgen. "Seine ZinsbeschlĂŒsse werden vor allem auf seiner EinschĂ€tzung der Inflationsaussichten vor dem Hintergrund aktueller Wirtschafts- und Finanzdaten, der Dynamik der zugrunde liegenden Inflation sowie der StĂ€rke der geldpolitischen Transmission basieren. Der EZB-Rat legt sich nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad fest", so die Notenbanker.

@ dts-nachrichtenagentur.de