EZB senkt Leitzins auf 2,25 Prozent
17.04.2025 - 14:31:28Auch die Dienstleistungsinflation habe sich in den letzten Monaten deutlich abgeschwĂ€cht, erklĂ€rte die Zentralbank. Die meisten MessgröĂen fĂŒr die zugrunde liegende Inflation deuteten darauf hin, dass sich die Inflation dauerhaft in der NĂ€he des mittelfristigen Ziels des EZB-Rats von 2 Prozent einpendeln wird. Das Lohnwachstum schwĂ€che sich ab, und die Gewinne dĂ€mpften teilweise die Auswirkungen des immer noch hohen Lohnwachstums auf die Inflation, so das Entscheidungsgremium. Die EZB warnte, dass sich die Wachstumsaussichten aufgrund der zunehmenden Handelsspannungen verschlechtert hĂ€tten. Sie verwies zugleich darauf, dass die Wirtschaft des Eurogebiets eine gewisse WiderstandsfĂ€higkeit gegenĂŒber globalen Schocks aufgebaut habe. Dennoch dĂŒrfte nach EinschĂ€tzung der Notenbank die zunehmende Unsicherheit das Vertrauen der Haushalte und Unternehmen schwĂ€chen. AuĂerdem dĂŒrfte die negative und volatile Reaktion der MĂ€rkte auf die Handelsspannungen die Finanzierungsbedingungen verschĂ€rfen. Der EZB-Rat zeigte sich entschlossen, "dafĂŒr zu sorgen, dass sich die Inflation nachhaltig bei seinem mittelfristigen Ziel von 2 Prozent stabilisiert". Insbesondere unter den gegenwĂ€rtigen Bedingungen auĂergewöhnlicher Unsicherheit werde man bei der Festlegung des angemessenen geldpolitischen Kurses einen datenabhĂ€ngigen und von Sitzung zu Sitzung wechselnden Ansatz verfolgen. Man lege sich nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad fest, hieĂ es.


