EZB-PrÀsidentin, Erwartung

EZB-PrÀsidentin dÀmpft Erwartung an weitere Zinssenkungen

10.06.2024 - 21:25:49

Die EZB hatte in der vergangenen Woche die erste Zinssenkung seit der starken Inflationswelle im WÀhrungsraum vollzogen. Dabei wird es laut EZB-PrÀsidentin Lagarde auch vorerst bleiben.

Die PrĂ€sidentin der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat die jĂŒngste Zinssenkung gegen Kritik verteidigt und die Erwartung an weitere Zinsschritte gedĂ€mpft. Die Notenbank gehe zwar weiter davon aus, dass das angestrebte Inflationsziel von mittelfristig zwei Prozent im kommenden Jahr zu erreichen sei, sagte Lagarde in einem Gemeinschaftsinterview mit dem «Handelsblatt» und anderen europĂ€ischen Wirtschaftszeitungen. Vor dem Hintergrund der zuletzt gestiegenen Teuerungsrate im gemeinsamen WĂ€hrungsraum machte die Notenbankerin aber auch deutlich: «Wir erklĂ€ren den Kampf noch nicht fĂŒr gewonnen.»

Die EZB hatte in der vergangenen Woche die erste Zinssenkung seit der starken Inflationswelle im WÀhrungsraum vollzogen und die Leitzinsen trotz eines beschleunigten Lohnwachstums um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Die EZB-Chefin Lagarde rÀumte ein, es gebe «einige aktuelle Zahlen, die hÀtten besser sein können». Dennoch verteidigte sie die Zinssenkung als angemessen.

Dies bedeute aber nicht, «dass die Zinsen sich jetzt linear nach unten bewegen». Lagarde stellte die FinanzmÀrkte vielmehr auf eine Zinswende mit Unterbrechungen ein: «Es könnte auch wieder Phasen geben, in denen wir die Zinsen unverÀndert belassen.»

Dabei haben sich die Wachstumsaussichten fĂŒr die Eurozone nach EinschĂ€tzung von Lagarde verbessert. Sie verwies auf jĂŒngste Konjunkturdaten, verbesserte Stimmungsindikatoren und den weiter robusten Arbeitsmarkt in der Eurozone. Daher gehe sie davon aus, «dass die Wirtschaft wieder Fahrt aufnehmen wird», sagte die EZB-PrĂ€sidentin.

@ dpa.de