Finanzminister der LÀnder fordern vom Bund finanzielle VerlÀsslichkeit
21.06.2024 - 14:06:38Darauf haben die Finanzministerinnen und Finanzminister zum Abschluss ihrer Jahreskonferenz am Freitag in Bremen hingewiesen. In vielen Bereichen seien erhebliche Investitionen nötig, sagte die Vorsitzende der Konferenz, die rheinland-pfÀlzische Finanzministerin Doris Ahnen. Die HandlungsspielrÀume sind ihr zufolge begrenzt, weil die vielen Krisen nachwirken, die konjunkturelle Entwicklung schwach ist und die Steuereinnahmen nicht wie erhofft steigen.
Inflation, Energiekrise und die stark gestiegenen Personalkosten wirkten sich bei LĂ€ndern und Kommunen deutlich aus, sagte die SPD-Politikerin. Dennoch mĂŒssten die nötigen Investitionen etwa in die Sicherheit, die öffentliche Infrastruktur und den Klimaschutz finanziert werden. Aus Sicht der Finanzministerkonferenz sollten Bund, LĂ€nder und Kommunen gemeinsam dafĂŒr sorgen, dass die Aufgaben bewĂ€ltigt werden können.
Die Finanzministerinnen und Finanzminister der LĂ€nder forderten den Bund auf, dauerhaft zu seinen Finanzierungszusagen zu stehen. Als Beispiele nannte die Vorsitzende die Finanzierung des Deutschlandtickets, die Verbesserung der Kindertagesbetreuung und den Digitalpakt Schule. Die LĂ€nder brauchten Planungssicherheit.
Die Finanzlage der öffentlichen Haushalte war das Hauptthema des zweitĂ€gigen Treffens. Der Veranstaltungsort der Konferenz wechselt regelmĂ€Ăig und ist unabhĂ€ngig vom Vorsitzland. FĂŒr das Bundesfinanzministerium nahm die Parlamentarische StaatssekretĂ€rin Katja Hessel an der Konferenz teil. Sie verwies darauf, dass der Staat auf Dauer nicht mehr ausgeben könne als Steuerzahlerinnen und Steuerzahler erwirtschaften. "Wir brauchen eine Priorisierung unserer Ausgaben, eine klare Priorisierung", sagte sie.

