Reiselust wÀchst im zweiten Nach-Corona-Jahr 2024
06.02.2024 - 10:19:19
Rezession, Inflation, Kriege und Krisen können den Menschen in Deutschland nicht die Reiselust nehmen. Bereits jetzt haben 63 Prozent eine mindestens fĂŒnf Tage lange Urlaubsreise geplant, wie die BAT-Stiftung fĂŒr Zukunftsfragen in ihrer veröffentlichten 40. Tourismusanalyse berichtet.
Im vorigen Jahr waren es drei Prozentpunkte weniger - und vor der Corona-Pandemie mit Blick auf das Jahr 2020 lediglich zwei Prozentpunkte mehr. Nur noch 18 (Vorjahr: 20) Prozent gaben demnach an, im laufenden Jahr nicht verreisen zu wollen. 19 Prozent zeigten sich noch unsicher. FĂŒr die reprĂ€sentative Untersuchung befragte das Institut GfK im Dezember 2023 und Januar 2024 online 3000 Frauen und MĂ€nner im Alter ab 18 Jahren.
«Diese Zahlen verdeutlichen, wie sehr die BundesbĂŒrger trotz anhaltender Unsicherheiten bereit sind, ihre TrĂ€ume in die Tat umzusetzen», hieĂ es bei der BAT-Stiftung. «Bei den Reisezielen wird sich der Trend zu auslĂ€ndischen Ferienzielen fortsetzen, gleichwohl auch dieses Jahr Deutschland das beliebteste Reiseziel bleiben wird.»
Trotz aller Herausforderungen «bleibt das Reisen daher auch 2024 ein zentraler Bestandteil im Leben vieler BĂŒrger, fĂŒr das sie bereit sind, viel Geld auszugeben», betonte der wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Ulrich Reinhardt.
Reisen ins Ausland wieder beliebt
Bei der Wahl der Reiseziele rĂŒcken der BAT-Studie zufolge zunehmend wieder Reisen in andere LĂ€nder den Fokus. Nachdem Deutschland mit einem Marktanteil von 37 Prozent im vorigen Jahr das bevorzugte Hauptreiseziel war, gaben fĂŒr 2024 nur noch 28 Prozent der Befragten Deutschland als Ziel ihrer Haupturlaubsreise an. 39 Prozent peilen europĂ€ische Ziele an, 16 Prozent planen eine Fernreise.
Solche Reisen waren der Studie zufolge «auch im vergangenen Jahr gefragt und erreichten fast wieder das Vor-Corona-Niveau - trotz gestiegener Flugkosten». Besonders beliebt seien LĂ€nder in Fernost-Asien, die ihren Marktanteil deutlich steigern konnten. Aber auch alle anderen Destinationen auĂerhalb Europas konnten im Jahresvergleich zulegen. «Die Deutschen sind (wieder) bereit, die Welt zu erkunden und fremde Kulturen zu entdecken», so Reinhardt.
Unter den Auslandszielen hĂ€tten Spanien und Italien 2023 ihre SpitzenplĂ€tze ausgebaut, so die Studie. Erstmals auf Platz drei landete demnach Skandinavien. FĂŒr Reinhardt waren Schweden, Norwegen, Finnland und DĂ€nemark besonders wegen ihres Images gefragt. «Viele Reisende verbinden die nordischen LĂ€nder mit Natur, Sicherheit, einem hohen QualitĂ€tsstandard, AtmosphĂ€re und groĂer Gastfreundschaft.»

