Produktion/Absatz, Konjunktur

Allianz: Über 50 Huthi-Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer

09.05.2024 - 06:11:08

Die Folgen des Gaza-Kriegs gefÀhrden die internationale Schifffahrt: Huthi-Rebellen im Jemen haben vom 19.

November bis Ende April nach Daten des Industrieversicherers Allianz Commercial ĂŒber 50 Handelsschiffe im Roten Meer angegriffen. Deswegen nahm der Verkehr durch den Suez-Kanal inzwischen stark ab: Zu Jahresbeginn passierten gut 40 Prozent weniger Schiffe den Kanal als in Hochzeiten.

Die Huthi-Rebellen im Jemen sind mit dem Iran verbĂŒndet und werden nach EinschĂ€tzung der US-Regierung auch von Teheran finanziert. Im Gefolge des Gaza-Kriegs attackiert die Miliz Schiffe im Roten Meer, um den Handelsverkehr mit Israel zu stören, dessen Armee seit Oktober im Gazastreifen die islamistische Hamas bekĂ€mpft. So war etwa Anfang MĂ€rz der Frachter "Rubymar" nach einem Angriff vor der jemenitischen KĂŒste gesunken.

Da gleichzeitig die Schifffahrt im Panama-Kanal unter trockenheitsbedingtem niedrigen Wasserstand leidet, ist laut Allianz mit dieser kĂŒrzesten Route vom Atlantik zum Pazifik auch ein zweiter wichtiger Seeweg gestört.

Der in New York ansĂ€ssige Schifffahrtsfachmann Rahul Khanna schreibt in seiner Analyse, Attacken auf Schiffe seien fĂŒr Terroristen und bewaffnete Milizen ein Mittel, um Bekanntheit zu erlangen und den globalen MĂ€rkten zu schaden. Neben herkömmlichen Waffen könnten auch Cyberangriffe nach EinschĂ€tzung des Unternehmens den Schiffsverkehr schwer beeintrĂ€chtigen. Allianz Commercial ist die auf Firmen- und Industriekunden spezialisierte Sparte des MĂŒnchner Dax-Konzerns, die Schifffahrtversicherung ist ein Teil dieses GeschĂ€fts.

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