SPD-Fraktionschefs fordern Bundestariftreuegesetz
01.10.2024 - 06:21:35"FĂŒr den Bund und alle LĂ€nder muss gelten: Unternehmen, die AuftrĂ€ge vom Staat oder Land erhalten, mĂŒssen nach Tarif bezahlen", heiĂt es in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschluss der Konferenz der SPD-Fraktionen von Bundestag, AbgeordnetenhĂ€usern, BĂŒrgerschaften und Landtagen sowie Europaparlamentariern in Kiel. Die Tarifbindung mĂŒsse gestĂ€rkt und die Tariftreue gesetzlich verankert werden.
Mit dem Bundestariftreuegesetz soll die Auftragsvergabe des Bundes an die Einhaltung eines reprĂ€sentativen Tarifvertrages der jeweiligen Branche gebunden werden. Anfang September erklĂ€rte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) im ARD-Morgenmagazin, TarifvertrĂ€ge brĂ€chten den BeschĂ€ftigten höhere Löhne als der Mindestlohn: "Durchschnittlich ist der Stundenlohn bei Tariflöhnen 4,50 Euro besser." Im Monat seien das fĂŒr Vollzeit 700,50 Euro. Der Staat habe eine Vorbildfunktion.
Selbstbestimmtes Leben
Unternehmen mĂŒssten ihrer Verantwortung nachkommen, Löhne zu zahlen, die fĂŒr ein selbstbestimmtes Leben auskömmlich seien, fordern die SPD-Fraktionschefinnen und -chefs. Sie unterstĂŒtzen die Bundesregierung in ihrem Bestreben darin, die Tarifbindung zu stĂ€rken und Tariftreue gesetzlich zu verankern. AuĂerdem wollen sie sich weiterhin in ihren jeweiligen LĂ€ndern, wo noch nicht vorhanden, ebenfalls fĂŒr entsprechende verbindliche Regelungen einsetzen.
Noch heute Vormittag beraten die Politikerinnen und Politiker in Kiel. AnschlieĂend (12.30 Uhr) wollen Bundestagsfraktionschef Rolf MĂŒtzenich und Schleswig-Holsteins Landtagsfraktionschefin Serpil Midyatli Ergebnisse des Treffens der Ăffentlichkeit vorstellen.

