Frankreich kritisiert Bedingungen der russischen PrÀsidentenwahl
18.03.2024 - 11:07:16Man nehme das erwartete Ergebnis zur Kenntnis, hieĂ es in einer Mitteilung des AuĂenministeriums in Paris am Montag. "Die Bedingungen fĂŒr eine freie, pluralistische und demokratische Wahl sind ein weiteres Mal nicht erfĂŒllt worden", hieĂ es darin weiter.
Die Wahl habe in einem Kontext verstĂ€rkter UnterdrĂŒckung der Zivilgesellschaft sowie jeder Form der Opposition stattgefunden. Das AuĂenministerium begrĂŒĂte den Mut zahlreicher russischer BĂŒrger, die friedlich gegen diesen Angriff auf ihre politischen Grundrechte protestiert hĂ€tten. Auch seien internationale Standards ĂŒber gleichen Zugang der Kandidaten zu Medien nicht eingehalten worden, kritisierte das Ministerium. Dass Kandidaten, die sich gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine positionierten, nicht zugelassen wurden, habe den pluralistischen Charakter der Wahl deutlich reduziert, hieĂ es.
Frankreich verurteilte zudem die Organisation von angeblichen Wahlen auf ukrainischem Boden: "Die illegale Organisation angeblicher "Wahlen" in den temporÀr von Russland besetzten ukrainischen Gebieten stellt eine neue Verletzung internationalen Rechts und der Charta der Vereinten Nationen dar." Frankreich werde das Abhalten und die Ergebnisse der Scheinwahlen niemals anerkennen. Auch die Einrichtung von Wahllokalen in separatistischen Gebieten in Georgien und der Republik Moldau ohne die Zustimmung der dortigen Behörden verurteilte das Ministerium.
Nach der AuszÀhlung von 98 Prozent der Stimmzettel erhielt Russlands PrÀsident Wladimir Putin laut Wahlkommission mehr als 87 Prozent der Stimmen - ein Rekordergebnis, das Beobachtern zufolge allerdings nur durch Repression, Zwang und Betrug erreicht worden sein soll. Putin ist mittlerweile seit rund einem Vierteljahrhundert in Russland an der Macht.

