Georgische, PrÀsidentin

Georgische PrÀsidentin: Russland muss gestoppt werden

19.02.2024 - 05:23:41

Die georgische PrÀsidentin Salome Surabischwili hat vor der Gefahr russischer Aggressionen auch gegen andere europÀische LÀnder gewarnt, sollte die Ukraine den Krieg verlieren.

"Es liegt in der Natur Russlands, dass es nicht aufhört, wenn es nicht gestoppt wird", sagte die 71-JĂ€hrige am Rande der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Die EuropĂ€er sollten sich Sorgen machen."

"Die Ukraine kĂ€mpft fĂŒr die Verteidigung der europĂ€ischen Sicherheit, und die Ukrainer lassen ihr Leben fĂŒr andere EuropĂ€er", betonte die PrĂ€sidentin. Denn wenn Wladimir Putin in der Ukraine nicht geschlagen werde, könne er weitermachen und sich alles Mögliche aussuchen. Es gebe hier auch keinen Unterschied zwischen den baltischen Staaten, Polen und dem Rest der EuropĂ€ischen Union. Diskussionen ĂŒber russische Waffen, die sich gegen Satelliten einsetzen ließen, zeigten, dass die Geografie keine Rolle mehr spiele, betonte sie.

"Ukraine massiv unterstĂŒtzen"

Surabischwili rief deshalb eindringlich zu einer weiteren UnterstĂŒtzung der Ukraine auf. "Es ist sehr viel einfacher, heute die Ukraine zu unterstĂŒtzen, als morgen einen grĂ¶ĂŸeren Krieg zu fĂŒhren", mahnte sie. "Wenn wir uns also nicht bei der nĂ€chsten MĂŒnchner Sicherheitskonferenz oder in ein paar Jahren in einer viel schlimmeren Situation befinden wollen, mĂŒssen jetzt die nötigen Entscheidungen getroffen werden."

Sie begrĂŒĂŸte deshalb ausdrĂŒcklich das neue, 50 Milliarden Euro schwere UnterstĂŒtzungspaket der EU fĂŒr die Ukraine - und setzt darauf, dass auch die Republikaner im US-Kongress weitere Milliardenhilfen nicht lĂ€nger blockieren werden. "Ich bin zuversichtlich, dass der US-Kongress, ungeachtet der innenpolitischen Fragen, ebenfalls zu der rationalen Entscheidung kommen wird, die heute getroffen werden muss: nĂ€mlich die Ukraine massiv zu unterstĂŒtzen." Sie sei zuversichtlich, dass sich diese Einsicht am Ende durchsetzen werde.

PrĂ€sidentin wirbt fĂŒr EU- und Nato-Beitritt Georgiens

Die PrĂ€sidentin warb fĂŒr einen möglichst raschen EU- und Nato-Beitritt Georgiens - Ă€ußerte sich allerdings nicht zu einem konkreten Zeithorizont. "Wir glauben, dass unser Platz in der Nato ist, genauso wie in der EuropĂ€ischen Union", sagte Surabischwili. "Wir sind zutiefst europĂ€isch, und das schon seit sehr langer Zeit. Das ist unsere Familie. Und dieser Familie wollen wir uns wieder anschließen, und das so schnell wie möglich."

Das Land am Schwarzen Meer ist seit Dezember 2023 offiziell EU-Beitrittskandidat. Auch in die Nato strebt Georgien schon seit vielen Jahren.

@ dpa.de