Wohnraum, Wohnungsnot

Deutsche leben statistisch auf mehr FlÀche

28.07.2023 - 10:47:34

Die GesamtwohnflÀche in Deutschland geteilt durch die Anzahl der Menschen - das ist die Rechnung. Doch sie blendet wichtige Faktoren aus.

Die aktuelle Wohnungsnot in Deutschland ist auch auf einen gestiegenen Platzbedarf der Menschen zurĂŒckzufĂŒhren. In den vergangenen zehn Jahren ist die durchschnittlich verfĂŒgbare WohnflĂ€che stĂ€rker gestiegen als die Bevölkerung in Deutschland, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Damit stand den BĂŒrgern zum Ende des vergangenen Jahres pro Kopf mehr Wohnraum zur VerfĂŒgung als Ende 2012. Zum Jahresende gab es in Deutschland 43,4 Millionen Wohnungen, wie die Behörde berichtete. Das waren 0,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und 6,3 Prozent mehr als zum Jahresende 2012. Mit 295.300 neuen Wohnungen wurde das Jahresziel der Bundesregierung von jĂ€hrlich 400.000 neuen Einheiten auch 2022 verfehlt.

Die GesamtwohnflĂ€che vergrĂ¶ĂŸerte sich in dem Zehnjahres-Zeitraum um 7,4 Prozent auf 4,0 Milliarden Quadratmeter. Jedem der 84,4 Millionen Einwohner und Einwohnerinnen (+4,8 Prozent seit 2012) stand damit zumindest rechnerisch ein durchschnittlicher Wohnraum von 47,4 Quadratmetern zur VerfĂŒgung. Das waren 1,2 Quadratmeter oder 2,6 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Im Schnitt lebten 1,9 Personen in einer Wohnung. Leerstand und ungleiche Verteilung der FlĂ€chen sind in der Durchschnittsbetrachtung nach der Baustatistik allerdings ausgeblendet.

@ dpa.de