LebensmittelhÀndler, Rekord

LebensmittelhÀndler knacken Rekord - dennoch Umsatz-Minus

03.09.2024 - 04:02:35

Die GeschĂ€fte im Lebensmitteleinzelhandel ĂŒbertreffen erstmals die Umsatz-Marke von 200 Milliarden Euro im Jahr. Dies geht jedoch vor allem auf die gestiegenen Preise zurĂŒck.

Der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland hat im Jahr 2023 einen Umsatzrekord erzielt und erstmals die Marke von 200-Milliarden-Euro geknackt. Die HĂ€ndler konnten ihre Erlöse demnach nominal zwar um knapp fĂŒnf Prozent auf 204,5 Milliarden Euro steigern. Real, also bereinigt um Preissteigerungen, verzeichneten sie jedoch ein deutliches Minus. Das geht aus Zahlen hervor, die das Handelsforschungsinstitut EHI veröffentlicht hat. Das Umsatz-Plus ist damit niedriger als die Teuerung. Die Preise fĂŒr Nahrungsmittel erhöhten sich im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um mehr als 12 Prozent. 

Die grĂ¶ĂŸten nominalen Umsatz-ZuwĂ€chse erzielten laut EHI Lebensmitteldiscounter wie Aldi und Lidl mit einem Anstieg um fast sieben Prozent. «In der wirtschaftlich angespannten Lage setzen die Deutschen offenbar auf das Preisversprechen dieser HĂ€ndler», sagte EHI-Experte Marco Atzberger. Die wechselnden Krisen hĂ€tten sich deutlich auf das Einkaufsverhalten und den Erfolg der einzelnen Betriebsformen ausgewirkt. Die SupermĂ€rkte legten 2023 trotz der gestiegenen Preise beim Umsatz nominal lediglich um etwas mehr als 4 Prozent zu. 

Die Discounter bilden mit gut 46 Prozent den grĂ¶ĂŸten Anteil des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland ab, Supermarktketten wie Edeka und Rewe rund 42 Prozent. Der Rest entfĂ€llt auf SB-WarenhĂ€user und kleine LebensmittelgeschĂ€fte. In der Bundesrepublik gab es im vergangenen Jahr laut EHI gut 36.858 LebensmittelgeschĂ€fte und damit fĂŒnf Prozent weniger als 2013. GezĂ€hlt wurden zuletzt rund 16.000 Discounter und mehr als 12.200 SupermĂ€rkte.

@ dpa.de