ROUNDUPAbschiedsbesuch, Moldau

Baerbock sagt Hilfe gegen Kreml-Einfluss

02.04.2025 - 17:52:24

Die geschĂ€ftsfĂŒhrende Außenministerin Annalena Baerbock hat der kleinen Ex-Sowjetrepublik Moldau ungeachtet des Regierungswechsels in Deutschland anhaltende UnterstĂŒtzung gegen Destabilisierungsversuche durch Russland zugesichert.

Die Parteien der amtierenden und der zukĂŒnftigen Bundesregierung hĂ€tten gemeinsam beschlossen, die deutsche UnterstĂŒtzung fĂŒr Moldau um weitere 37 Millionen zu erhöhen, sagte die GrĂŒnen-Politikerin bei einem Treffen mit MinisterprĂ€sident Dorin Recean in der Hauptstadt Chisinau.

Zuvor war Baerbock mit PrÀsidentin Maia Sandu zusammengekommen. Am Dienstag hatte die scheidende deutsche Ministerin die Ukraine besucht.

Baerbock sagte Moldau vor den Parlamentswahlen im Herbst europĂ€ische und deutsche UnterstĂŒtzung gegen Einflussversuche des russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin zu. Mit Desinformation, Fake-News-Kampagnen und Stimmenkauf werde Putin "erneut versuchen, Demokratie und Freiheit in Moldau zu untergraben", kritisierte sie.

Moldau im Visier von Putin

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist Baerbock immer wieder auch in Moldau gewesen. Das liegt unter anderem daran, dass das kleine Land zwischen der Ukraine und RumĂ€nien als weiteres Ziel fĂŒr Putins Machthunger gilt.

Um die Abwehrkraft des Landes zu stĂ€rken, hatte Baerbock mit ihren französischen und rumĂ€nischen Kollegen im April 2022 die sogenannte Moldau-Partnerschaftsplattform initiiert. Seit Kriegsbeginn in der Ukraine hat die Bundesregierung rund 230 Millionen Euro fĂŒr die UnterstĂŒtzung Moldaus bereitgestellt. Außerdem verbindet die Ministerin ein enger Kontakt mit der proeuropĂ€ischen PrĂ€sidentin Sandu.

Moldau ist fast völlig von russischem Gas abhĂ€ngig. In den nĂ€chsten beiden Jahren wĂŒrden die EU und Deutschland die Energiesicherheit in Moldau weiter verstĂ€rken und das Land vollstĂ€ndig in den EU-Energiemarkt integrieren, versicherte Baerbock. Mit seinen rund 2,5 Millionen Einwohnern zĂ€hlt Moldau zu den Ă€rmsten LĂ€ndern Europas. Es ist zwischen proeuropĂ€ischen und prorussischen KrĂ€ften gespalten. Wie die Ukraine ist Moldau seit 2022 EU-Beitrittskandidat.

@ dpa.de