Baerbock: Europa steht weiter gegen Putin an Moldaus Seite
02.04.2025 - 06:13:40Mit Desinformation, Fake-News-Kampagnen und Stimmenkauf werde Putin "erneut versuchen, Demokratie und Freiheit in Moldau zu untergraben", kritisierte die GrĂŒnen-Politikerin, die am Abend in der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Moldau aufbrach.
Baerbock nannte Moldaus Demokratie wehrhaft, eine Zukunft in der EU sei greifbar. "Daher lassen auch wir EuropĂ€er in unserer UnterstĂŒtzung nicht nach und stehen weiter fest an der Seite Moldaus." Das Land habe sich entschlossen auf den Weg in Richtung EU gemacht. Auch mit europĂ€ischer und deutscher Hilfe habe Moldau seine Wirtschaft stabilisiert, Russlands hybriden Angriffen getrotzt und Inflation und Energiekrise in den Griff bekommen.
Gespalten zwischen prorussischen und prowestlichen KrÀften
Bei den GesprĂ€chen Baerbocks mit PrĂ€sidentin Maia Sandu und MinisterprĂ€sident Dorin Recean in der Hauptstadt Chisinau dĂŒrften auch die Probleme des Landes bei der Energieversorgung eine Rolle spielen. Moldau ist fast vollstĂ€ndig von russischem Gas abhĂ€ngig. Mit seinen rund 2,5 Millionen Einwohnern zĂ€hlt Moldau zu den Ă€rmsten LĂ€ndern Europas. Es ist zwischen proeuropĂ€ischen und prorussischen KrĂ€ften gespalten. Wie die Ukraine ist Moldau seit 2022 EU-Beitrittskandidat.
Nach ihrem Sieg bei der PrĂ€sidentenwahl Anfang November will die prowestliche Staatschefin Maia Sandu das unter russischem Einfluss stehende Land weiter mit Reformen in die EU fĂŒhren. Sandu hatte dank der Hunderttausenden Moldauer im Ausland - vor allem in der EU - gewonnen. Im Land selbst vereinte der frĂŒhere Generalstaatsanwalt Stoianoglo, der sich fĂŒr wirtschaftliche Beziehungen zu Moskau einsetzt, die Mehrheit auf sich.

