Faeser, Brutales

Faeser: 'Brutales GeschÀft' der Schleuser stoppen

31.03.2025 - 11:40:41

Die geschĂ€ftsfĂŒhrende Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) fordert ein stĂ€rkeres gemeinsames Vorgehen gegen internationale SchleuserkriminalitĂ€t.

"Wir mĂŒssen das brutale GeschĂ€ft der Schleuserbanden stoppen. Hier geht es um schwere und organisierte KriminalitĂ€t und um gefĂ€hrliche, oftmals bewaffnete TĂ€tergruppen", sagte Faeser zum Auftakt eines Gipfeltreffens fĂŒr Grenzsicherheit mit Vertretern aus etwa 40 Staaten in London.

Deutschland und die Partner mĂŒssten "Informationen noch enger austauschen, um die gesamte Logistikkette hinter den Schleusungen aufzudecken und zu zerschlagen", sagte Faeser. "DafĂŒr brauchen unsere Sicherheitsbehörden die nötigen technischen und rechtlichen Voraussetzungen."

FĂŒr Deutschland verwies Faeser darauf, dass die Zahl der festgestellten geschleusten Personen "von 2023 zu 2024 von etwa 40.000 auf etwa 10.000 zurĂŒckgegangen" sei. In den vergangenen eineinhalb Jahren seien durch Binnengrenzkontrollen ĂŒber 2.000 Schleuser festgenommen worden. "Wir haben wesentliche Ermittlungserfolge", sagte Faeser.

Starmer: Schleuser wie Terroristen verfolgen

Der britische Premier Keir Starmer sprach sich als Gastgeber des Gipfels dafĂŒr aus, dass Menschenschmuggel als globale Sicherheitsbedrohung Ă€hnlich wie Terrorismus behandelt werden mĂŒsse. "Ich glaube einfach nicht, dass die organisierte EinwanderungskriminalitĂ€t nicht bekĂ€mpft werden kann", sagte der Premier. Die betroffenen Nationen mĂŒssten ihre Ressourcen bĂŒndeln und etwa Geheimdienstinformationen austauschen.

Großbritannien hat seit Jahren mit irregulĂ€rer Migration ĂŒber den Ärmelkanal zu kĂ€mpfen. Die Zahl der Menschen, die in kleinen Booten ins Vereinigte Königreich gelangt sind, war in den ersten drei Monaten dieses Jahres mit ĂŒber 5.800 Bootsmigranten höher als im Vergleichszeitraum 2024. Der bisherige Jahresrekord lag 2022 bei etwa 45.700 Bootsmigranten. Die Zahlen gibt das britische Innenministerium regelmĂ€ĂŸig bekannt.

@ dpa.de