ROUNDUP, Metall

Industrie und IG Metall sehen Zeitdruck fĂŒr Regierungsbildung

23.02.2025 - 19:32:59 | dpa.de

Die Gewerkschaft IG Metall und der Bundesverband der Deutschen Industrie drÀngen angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland auf eine schnelle Regierungsbildung.

Es bestehe hoher Zeitdruck, um BeschĂ€ftigten und Wirtschaft eine klare Perspektive zu geben, so die IG Metall. "Die Industrie und die BeschĂ€ftigten können nicht Monate auf klare Perspektiven warten. Sie brauchen jetzt so schnell wie möglich konkrete Zusagen", sagte Christiane Benner, Erste Vorsitzende der grĂ¶ĂŸten deutschen Gewerkschaft.

Der PrĂ€sident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Peter Leibinger, sagte: "Die deutsche Wirtschaft braucht sehr schnell eine handlungsfĂ€hige neue Bundesregierung mit stabiler Mehrheit in der demokratischen Mitte. Der Entscheidungs- und Handlungsstau in vielen fĂŒr die Wirtschaft existenziellen Fragen wie etwa des BĂŒrokratierĂŒckbaus, staatlichen Investitionen, der Energieversorgung und der Sicherheitspolitik gehört dringend aufgelöst." Je lĂ€nger die Unsicherheit andauert, desto mehr zögerten Unternehmen und Verbraucher mit Investitionen und KĂ€ufen, die Wirtschaft stagniere und Deutschland werde geschwĂ€cht.

Aus Sicht der IG Metall mĂŒssen besonders wettbewerbsfĂ€hige Energiekosten, der Hochlauf der ElektromobilitĂ€t und umfassende Investitionen in Bildung, Straßen, Schienen und Digitalisierung im Mittelpunkt der Vorhaben einer neuen Bundesregierung stehen. Vielen Industrieunternehmen stehe das Wasser bis zum Hals.

Die PrĂ€sidentin des Verbands Die Familienunternehmer, Marie-Christine Ostermann, sieht einen klaren Regierungsauftrag bei der Union und Kanzlerkandidat Friedrich Merz. "Daraus folgt ein klarer Auftrag fĂŒr eine Wirtschaftswende." Ohne bessere Wirtschaftspolitik drohten Deutschland wirtschaftlich und politisch dramatische VerhĂ€ltnisse. "Die Deindustrialisierung wird sich noch beschleunigen, die Insolvenzwelle noch grĂ¶ĂŸer werden und der Verkauf von Familienunternehmen weiter zunehmen."

Der PrĂ€sident des Umweltverbandes Nabu, Jörg-Andreas KrĂŒger, sagte, die Regierungsbildung werde angesichts der schwierigen MehrheitsverhĂ€ltnisse kein SelbstlĂ€ufer. "Die kĂŒnftigen Partner werden gemeinsame Antworten auf die drĂ€ngenden Krisen finden mĂŒssen, die sie dann auch umsetzen." Klimaschutz sei die Grundlage fĂŒr nachhaltiges Wachstum.

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