Verdi, Warnstreiks

Verdi ruft am Donnerstag zu Warnstreiks an FlughÀfen auf

12.03.2024 - 17:20:25

Die Gewerkschaft lĂ€sst im Flugverkehr weiter die Muskeln spielen. Wegen eines Warnstreiks mĂŒssen erneut Tausende Passagiere ihre Flugreisen umplanen.

Die Gewerkschaft Verdi ruft die LuftsicherheitskrÀfte an mehreren deutschen FlughÀfen erneut zu einem Warnstreik auf. Der ganztÀgige Ausstand am Donnerstag betrifft die Airports Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart und Karlsruhe/Baden Baden, wie Verdi am Dienstag in Berlin mitteilte. Die Gewerkschaft rief BeschÀftigte in der Fluggastkontrolle, in der Personen- und Warenkontrolle, der Frachtkontrolle und in Servicebereichen dazu auf, die Arbeit niederzulegen. 

Bei den Tarifverhandlungen der Luftsicherheit geht es um die Arbeitsbedingungen von rund 25.000 BeschÀftigten privater Sicherheitsdienstleister. Sie kontrollieren im Auftrag der Bundespolizei Passagiere, Personal und GepÀck an den ZugÀngen zum Sicherheitsbereich.

Im Bundesland Bayern sind diese KrĂ€fte im Öffentlichen Dienst angestellt, fĂŒr den ein anderer Tarifvertrag gilt. Bei einer ersten Warnstreikwelle am 1. Februar an elf grĂ¶ĂŸeren FlughĂ€fen waren nach SchĂ€tzungen des Flughafenverbands ADV rund 1100 FlĂŒge ausgefallen, weil Passagiere nicht mehr in die Sicherheitsbereiche gelangen konnten. 

Erster Warnstreik am vergangenen Donnerstag

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, hatte die Gewerkschaft Verdi zudem am 7. MÀrz an den FlughÀfen in Frankfurt und Hamburg zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Auch die BeschÀftigten an den Personal- und Warenkontrollen am Flughafen Köln/Bonn traten in den Ausstand. Damit sollte insbesondere der Frachtverkehr getroffen werden.

In dem Tarifkonflikt sind bislang fĂŒnf Verhandlungsrunden ohne Ergebnis geblieben. Verdi fordert bei einer Laufzeit von zwölf Monaten eine Stundenlohnerhöhung um 2,80 Euro mit schneller einsetzenden MehrarbeitszuschlĂ€gen ab der ersten Überstunde.  

Das ist das Angebot der Arbeitgeber

Die Arbeitgeber vom Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) haben nach eigenen Angaben 2,70 Euro in drei Stufen angeboten bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Neben dem Inflationsausgleich bedeute dies auch einen Reallohnzuwachs, hatte BDLS-VerhandlungsfĂŒhrer Frank Haindl erklĂ€rt. Eine sechste Verhandlung ist fĂŒr den 20. MĂ€rz verabredet. 

Im Luftverkehr in Deutschland ist dies nur eine von mehreren Tarifauseinandersetzungen derzeit. Die meisten betreffen die Lufthansa und ihre Passagiere. Ungelöst ist unter anderem der Konflikt mit Verdi beim Lufthansa-Bodenpersonal und mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo beim Kabinenpersonal.

@ dpa.de