Gewerkschaft mit Streik bei dpa zufrieden
20.03.2026 - 16:31:02 | dts-nachrichtenagentur.deInsgesamt waren rund 800 dpa-BeschĂ€ftigte aufgerufen, die Arbeit am Freitag niederzulegen. Der Blick in die Nachrichtenprodukte zeige "deutliche LĂŒcken und ausgefallene Produktionen etwa durch nicht durchgefĂŒhrte Reportage-EinsĂ€tze", so von Fintel.
Auf einer digitalen Streikversammlung hĂ€tten ĂŒber 300 Streikende aus allen dpa-LandesbĂŒros, dem Newsroom, der Hamburger Zentrale und Produkt-Bereichen wie Video und Rundfunk teilgenommen. Am Streik beteiligt und nicht im Dienst waren nach Verdi-Angaben auch einige VolontĂ€re, auĂerdem hĂ€tten sich manche freie Fotografen solidarisiert, die formell nicht zum Streik aufgerufen werden konnten.
"Die dpa selbst spricht von Verzögerungen, beteuert aber öffentlich keine EinschrÀnkungen zu haben. Diese EinschÀtzung wird uns von dpa-BeschÀftigten nicht bestÀtigt und deckt sich auch nicht mit den Erfahrungen aus Redaktionen, die dpa-Produkte beziehen", sagte von Fintel.
Abgesehen von ProduktionseinschrĂ€nkungen sei aber noch wichtiger, dass die Streikbeteiligung so hoch war, dass die Forderung der Gewerkschaften und die Erwartungen an die dpa-GeschĂ€ftsfĂŒhrung, ein verbessertes und einigungsfĂ€higes Angebot am 27. MĂ€rz vorzulegen, "eindrucksvoll untermauert wurde", so der Gewerkschafter.
Verdi fordert bei der dpa, der mit Abstand gröĂten Nachrichtenagentur Deutschlands, eine Erhöhung der GehĂ€lter um einen monatlichen Festbetrag von 250 Euro fĂŒr 2026 und fĂŒr 2027 eine Erhöhung um 2,5 Prozent mit einer Laufzeit von 18 Monaten. Das letzte Angebot der dpa-GeschĂ€ftsfĂŒhrung aus der zweiten Verhandlungsrunde sah nach Gewerkschaftsangaben fĂŒr das Jahr 2026 eine prozentuale Erhöhung um 2,3 Prozent oder alternativ eine Erhöhung der GehĂ€lter einheitlich um 110 Euro (Festbetrag) und fĂŒr das Jahr 2027 eine Erhöhung um 2,5 Prozent vor.
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

