Neuer UN-Vertrag: Afrika verlangt Sanktionen gegen Biopiraterie
13.05.2024 - 11:54:06 | dpa.de"Unsere Gruppe unterstĂŒtzt angemessene Sanktionen, um die Durchsetzung des Abkommens zu gewĂ€hrleisten", sagte der Vertreter Kenias im Namen der afrikanischen Gruppe am Montag in Genf. Dort begann nach mehr 20 Jahren Verhandlungen die Schlussrunde fĂŒr einen neuen UN-Vertrag ĂŒber den Umgang mit genetischen Ressourcen und traditionellem Wissen. Er soll spĂ€testens am 24. Mai verabschiedet werden.
Der Vertrag soll Biopiraterie einen Riegel vorschieben, also verhindern, dass Firmen oder Wissenschaftler Pflanzen oder anderen Organismen aus anderen LĂ€ndern mitnehmen und daraus lukrative Produkte oder Medikamente herstellen. HerkunftslĂ€nder sollen an etwaigen Profiten beteiligt oder anderweitig entschĂ€digt werden. Das sei eine Frage der Gerechtigkeit, sagte der Vertreter Kenias: "Die afrikanische Gruppe setzt sich fĂŒr ein internationales Abkommen ein, das die souverĂ€nen Rechte der Mitgliedsstaaten ĂŒber ihr traditionelles Wissen und die damit verbundenen genetischen Ressourcen anerkennt und schĂŒtzt."
Firmen mĂŒssten laut Vertragsentwurf bei Patentanmeldungen kĂŒnftig angeben, woher ihr Material stammt. HerkunftslĂ€nder können dann prĂŒfen, ob dafĂŒr alle Genehmigungen eingeholt und die nötigen BeteiligungsvertrĂ€ge abgeschlossen wurden. An den Verhandlungen bei der UN-Organisation fĂŒr geistiges Eigentum (Wipo) nehmen etwa 1200 Diplomaten und Regierungsvertreter teil".
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