EU-HÀfen sollen zur KlimaneutralitÀt beitragen
01.06.2023 - 14:42:58Nach Aussage der europÀischen SeehÀfen-Organisation (Espo) sollen HÀfen zur geplanten KlimaneutralitÀt der EU beitragen. «HÀfen sind nicht nur Teil des Problems, sie sind auch Teil der Lösung», sagte der Espo-Vorsitzende Zeno D'Agostino heute in Bremen.
Unter anderem als Importeure, Lagerhalter und Produzenten von Energie trĂŒgen die Ports zu der Energiewende bei, sagte D'Agostino. Seiner EinschĂ€tzung zufolge werden HĂ€fen kĂŒnftig viel Geld investieren mĂŒssen. Bis 2050 will die EU mit dem «European Green Deal» KlimaneutralitĂ€t erreichen.
Anlass der Aussagen ist die zweitĂ€gige Jahrestagung der Espo in Bremen. Die 1993 gegrĂŒndete Organisation mit Sitz in BrĂŒssel vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von Hafenbehörden, -verwaltungen und -verbĂ€nden auf EU-Ebene. Die Mitglieder von Espo kommen den Angaben zufolge aus 22 EU-Staaten und aus Norwegen.
UmschlagplÀtze von neuen Kraftstoffen
«Um eine Industrienation wie Deutschland zu dekarbonisieren, werden wir auch in Zukunft groĂe, groĂe Mengen an Energie importieren mĂŒssen», sagte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Bremer Hafenmanagementgesellschaft Bremenports, Robert Howe.
In Bremerhaven gibt es Howe zufolge mit die besten Bedingungen in der Nordsee fĂŒr einen sogenannten Energiehafen, den auch Hochseeschiffe anlaufen können. Ăber einen solchen Hafen sei der Import von grĂŒnem Wasserstoff möglich.
Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des britischen Schifffahrt-Beratungsunternehmens Drewry, Tim Power, sagte: «HĂ€fen werden zu UmschlagplĂ€tzen von neuen Kraftstoffen.» Zudem seien sie fĂŒr die Offshore-Windindustrie unerlĂ€sslich - etwa fĂŒr die Errichtung der Anlagen und die Instandhaltung.
Die wichtigsten HĂ€fen der EU, gemessen am Gewicht der umgeschlagenen GĂŒter, waren 2021 Eurostat zufolge: Rotterdam, Antwerpen, Hamburg, Amsterdam und Algeciras (Spanien). Der nach Hamburg nĂ€chstwichtigste deutsche Standort ist der Statistik zufolge Bremerhaven.


