Exporte, HandelshĂŒrden

Exporte trotz HandelshĂŒrden mit ZuwĂ€chsen

07.08.2025 - 08:44:55

Die Halbjahresbilanz fĂŒr den deutschen Außenhandel fĂ€llt positiv aus. Doch die aggressive Zollpolitik von US-PrĂ€sident Trump hinterlĂ€sst Spuren. Der Ausblick ist trĂŒb.

Deutschlands Exporteure haben das vom Zollstreit mit den USA geprĂ€gte erste Halbjahr mit einem leichten Plus abgeschlossen. Waren «Made in Germany» im Gesamtwert von 785,6 Milliarden Euro wurden in den sechs Monaten ins Ausland vermarktet. Das waren trotz zunehmender Handelshemmnisse 0,6 Prozent mehr als von Januar bis Juni 2024, wie aus jĂŒngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

SpĂŒrbare RĂŒckgĂ€nge gab es fĂŒr deutsche Hersteller im ersten Halbjahr allerdings im GeschĂ€ft auf den besonders wichtigen MĂ€rkten USA (minus 3,1 Prozent) und China (minus 13,5 Prozent). US-PrĂ€sident Donald Trump versucht, die heimische Wirtschaft mit Hilfe höherer Zölle zu stĂ€rken. Das verteuert Einfuhren in die Vereinigten Staaten - eine BĂŒrde fĂŒr die exportorientierte deutsche Wirtschaft.

Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg KrĂ€mer rechnet mit einer wahrscheinlich langfristigen SchwĂ€che des US-GeschĂ€fts: «So dĂŒrften die höheren Zölle die preisbereinigten Exporte in die USA in den kommenden zwei Jahren um schĂ€tzungsweise 20 bis 25 Prozent fallen lassen.»

USA wichtigster Markt fĂŒr «Made in Germany»

Im Juni gingen zwar die meisten deutschen Exporte in die USA. Allerdings sank der Warenwert im Vergleich zum Mai des laufenden Jahres um 2,1 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro. Das war der dritte RĂŒckgang in Folge und der niedrigste Wert seit Februar 2022 mit damals 11,2 Milliarden Euro. Verglichen mit dem Juni 2024 nahmen die deutschen Ausfuhren in die USA kalender- und saisonbereinigt sogar um 8,4 Prozent ab.

Insgesamt wurden im Juni Waren aus deutscher Produktion im Wert von 130,5 Milliarden Euro ins Ausland geliefert - ein Plus von 0,8 Prozent zum Vormonat und 2,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Importe nach Deutschland legten noch deutlicher auf 115,6 Milliarden Euro zu.

@ dpa.de