SteuerschÀtzer arbeiten an neuer Prognose
22.10.2024 - 10:32:40Fachleute des Arbeitskreises SteuerschĂ€tzung treffen sich dazu seit Dienstag im thĂŒringischen Gotha. GeschĂ€tzt werden die Steuereinnahmen fĂŒr die Jahre 2024 bis 2029 - die Daten sind eine wichtige Grundlage fĂŒr die Haushaltspolitik. Sie sollen voraussichtlich am Donnerstag vorliegen.
ThĂŒringens Finanzministerin Heike Taubert (SPD) verwies auf die WachstumsschwĂ€che in diesem Jahr. "Die Erholung der Konjunktur wird frĂŒhestens im nĂ€chsten Jahr einsetzen. Wir spĂŒren das stark bei unseren Steuereinnahmen", erklĂ€rte sie. "Wenn wir bei den Steuern circa bei dem Gleichen bleiben, wie wir das in der Mai-SteuerschĂ€tzung hatten, ist das schon eine optimistische Annahme." Angesichts des konjunkturellen Ausblicks rechne sie auch im kommenden Jahr mit keiner Trendwende. Nach Angaben von Taubert ist ThĂŒringen zum vierten Mal Gastgeber fĂŒr die SteuerschĂ€tzung.
Bundesregierung rechnete 2025 mit leichtem Wachstum
Die Bundesregierung rechnet fĂŒr dieses Jahr mit einem RĂŒckgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent. Damit korrigierte sie vor einigen Tagen ihre Prognose zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts deutlich nach unten. Im FrĂŒhjahr war die Bundesregierung noch von einem leichten Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,3 Prozent ausgegangen. FĂŒr das kommende Jahr ist die Prognose etwas optimistischer. Die Bundesregierung erwartet ein Plus von 1,1 Prozent.
Bei der SteuerschĂ€tzung sitzen Fachleute unter anderem der Bundesregierung, der fĂŒhrenden Wirtschaftsforschungsinstitute, des Statistischen Bundesamts, der Bundesbank sowie des SachverstĂ€ndigenrats der LĂ€nder und Kommunen zusammen. Grundlage ihrer Prognose ist die wirtschaftliche Entwicklung.

