Rund jeder dritte Vater mit Elterngeld-Höchstbetrag
08.07.2025 - 09:30:09VĂ€ter erhielten wesentlich mehr, bei der Gesamtsumme des bezogenen Elterngelds lagen dagegen die MĂŒtter deutlich vorn, wie das Statistische Bundesamt im Wiesbaden mitteilte.
So erhielten VĂ€ter im Schnitt 1.337 Euro Elterngeld pro Monat, MĂŒtter kamen dagegen mit durchschnittlich 830 Euro auf einen viel geringeren Betrag. HierfĂŒr gibt es zwei GrĂŒnde: "Zum einen waren VĂ€ter vor der Geburt hĂ€ufiger erwerbstĂ€tig (96 Prozent) als MĂŒtter (76 Prozent)", erklĂ€rten die Statistiker. "Zum anderen lag das Einkommen, das zur Berechnung des Elterngelds diente, bei erwerbstĂ€tigen VĂ€tern im Schnitt mit 2.344 Euro deutlich ĂŒber dem der erwerbstĂ€tigen MĂŒtter (1.789 Euro)."
KĂŒrzere Bezugsdauer bei VĂ€tern wirkt sich auf Gesamtsumme aus
Bei der Gesamthöhe ĂŒber den kompletten Bezugszeitraum ergebe sich dagegen ein umgekehrtes Bild: Laut den Angaben beanspruchten VĂ€ter, die 2024 Elterngeld bezogen, insgesamt durchschnittlich 4.185 Euro. Damit lagen sie weit unter dem Durchschnitt der MĂŒtter mit 11.462 Euro. "Der Unterschied erklĂ€rt sich dadurch, dass VĂ€ter in der Regel deutlich kĂŒrzer Elterngeld beziehen als MĂŒtter" hieĂ es. So lag die durchschnittliche voraussichtliche Bezugsdauer bei VĂ€tern bei 3,8 Monaten. Die der MĂŒtter war laut der Statistik mit 14,8 Monaten fast viermal lĂ€nger.
Den Daten zufolge hatte jeder dritte Vater, der im vergangenen Jahr Elterngeld bezog, Anspruch auf den Höchstbetrag. Bei den MĂŒttern war es nur jede Achte. So bezogen 32 Prozent der VĂ€ter und 12 Prozent der MĂŒtter im ersten Bezugsmonat den von 1.800 Euro Basiselterngeld beziehungsweise 900 Euro Elterngeld Plus. "Insgesamt hatten 17 Prozent der Eltern Anspruch auf den Höchstbetrag", teilten die Statistiker mit.
Jede achte Mutter bezog den Höchstbetrag
Laut Bundesamt haben diejenigen Anspruch auf den Höchstbetrag, die vor der Geburt ein durchschnittliches monatliches Bruttoeinkommen abzĂŒglich pauschaler Steuern und Sozialabgaben von mindestens 2.770 Euro hatten. Einen Elterngeldanspruch in Höhe des Mindestbetrags von 300 Euro Basiselterngeld beziehungsweise 150 Euro Elterngeld Plus wiederum erhielten 21 Prozent der Eltern - bei MĂ€nnern waren es 7 Prozent der EmpfĂ€nger und bei MĂŒttern gut ein Viertel (26 Prozent).
Das Elterngeld Plus wurde 2016 eingefĂŒhrt und fĂ€llt monatlich niedriger aus als das sogenannte Basiselterngeld, wird dafĂŒr aber lĂ€nger gezahlt, so dass es insgesamt etwa den gleichen Gesamtbetrag ergibt.

