US-MilitÀr, Huthi-Angriffe

US-MilitÀr: Weitere Huthi-Angriffe im Roten Meer

26.02.2024 - 05:34:59

Die Huthi-Milizen haben im Roten Meer erneut eine Antischiffsrakete abgefeuert.

Ihr Ziel sei mutmaßlich der unter US-Flagge fahrende Tanker "MV Torm Thor" im Golf von Aden gewesen, teilte das Regionalkommando des US-MilitĂ€rs in der Nacht zum Montag mit. Das Geschoss sei in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) im Wasser gelandet und habe keine SchĂ€den verursacht. Schon zuvor hĂ€tte das US-MilitĂ€r am Samstagabend zwei Drohnen im SĂŒden des Roten Meeres zum Selbstschutz abgefangen. Ein drittes Geschoss sei von selbst abgestĂŒrzt. Nach EinschĂ€tzung des US-MilitĂ€rs hĂ€tten die Drohnen demnach eine direkte Bedrohung fĂŒr Handelsschiffe und Schiffe der US-Marine in der Region dargestellt, hieß es. MilitĂ€reinsĂ€tze wie diese sollten die Freiheit der Schifffahrt schĂŒtzen und internationale GewĂ€sser sicherer machen, schrieb das Regionalkommando zur BegrĂŒndung.

Ebenfalls in der Nacht zu Sonntag hatten StreitkrĂ€fte der USA und Großbritanniens zusammen mit weiteren VerbĂŒndeten erneut Stellungen der vom Iran unterstĂŒtzen Huthi-Miliz im Jemen angegriffen. Insgesamt seien 18 Ziele an acht Orten attackiert worden, teilte das US-Verteidigungsministerium in Washington mit. Die USA und Großbritannien reagierten damit auf die anhaltenden Angriffe der Huthi auf die Schifffahrt im Roten Meer. Zu den Zielen hĂ€tten unterirdische Waffenlager der Huthi, Raketenlager, Drohnen, Luftverteidigungssysteme und Radaranlagen gehört.

Die Huthi agieren nach eigenen Angaben aus SolidaritĂ€t mit der islamistischen Hamas im Gazastreifen und wollen mit dem Beschuss von Handelsschiffen ein Ende der israelischen Angriffe im Gazastreifen erzwingen. Diese sind eine Reaktion auf den TerrorĂŒberfall der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober im israelischen Grenzgebiet.

Der Seeweg durch das Rote Meer und den Suezkanal ist eine der wichtigsten Handelsrouten weltweit. Wegen der Angriffe der vom Iran hochgerĂŒsteten Huthi meiden große Reedereien zunehmend die kĂŒrzeste See-Verbindung zwischen Asien und Europa.

@ dpa.de