Eurozone: Inflation schwÀcht sich wie erwartet leicht ab
17.07.2024 - 11:05:13Die Inflationsrate fiel von 2,6 Prozent im Mai auf 2,5 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer zweiten SchÀtzung bekannt gab. Damit wurde eine erste Erhebung wie erwartet bestÀtigt. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent.
WĂ€hrend die allgemeine Teuerung leicht auf dem RĂŒckzug ist, liegt die Kernrate der Verbrauchpreise weiter auf einem höheren Niveau. Ohne schwankungsanfĂ€llige Preise von Energie und Nahrungsmitteln stagnierte die Teuerungsrate im Juni auf 2,9 Prozent. Die Kerninflation beschreibt den Preistrend nach Ansicht von Ăkonomen zuverlĂ€ssiger als die Gesamtrate.
Besonders deutlich stiegen erneut die Preise fĂŒr Dienstleistungen. Die Energiepreise sind hingegen kaum noch gestiegen. In den einzelnen LĂ€ndern der Eurozone zeigten sich deutliche Unterschiede bei der Preisentwicklung. Die niedrigsten Inflationsraten wurden in Finnland (0,5 Prozent), Italien (0,9 Prozent) und Litauen (1,0 Prozent) verzeichnet. Die höchsten Raten wurden in Belgien (5,4 Prozent) und Spanien (3,6 Prozent) gemessen.
Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) hatte Anfang Juni die Zinsen erstmals nach der groĂen Inflationswelle gesenkt, weil die Teuerung im Trend rĂŒcklĂ€ufig ist. Ihren Höhepunkt hatte die Inflationsrate im Jahr 2022 mit mehr als zehn Prozent erreicht. Allerdings ist der RĂŒckgang der Teuerung in diesem Jahr ins Stocken geraten. Experten sprechen von einer hartnĂ€ckigen Inflation. Die EZB will daher zunĂ€chst auf Sicht fahren und macht weitere Zinssenkungen von der Entwicklung der Wirtschaftsdaten abhĂ€ngig. An diesem Donnerstag dĂŒrfte die EZB laut Experten ihre Zinsen nicht verĂ€ndern.

