DIHK: InnovationsaktivitÀten deutscher Unternehmen auf Tiefstand
04.12.2023 - 06:09:35Von mehr als 2200 befragten Unternehmen will nur noch jedes dritte seine InnovationsaktivitÀten ausweiten, wie nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" aus dem DIHK-Innovationsreport hervorgeht. Bei der Befragung vor drei Jahren habe dies noch fast jedes zweite Unternehmen geplant. Jedes sechste Unternehmen wolle InnovationsaktivitÀten in den kommenden zwölf Monaten verringern.
DIHK-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Martin Wansleben sprach von einem deutlichen Warnzeichen fĂŒr den Wirtschaftsstandort. "Deutschland braucht dringender denn je neue Ideen und Produkte, um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen". Laut DIHK-Umfrage ist der FachkrĂ€ftemangel mittlerweile zum Innovationshemmnis Nummer eins geworden. Fast drei Viertel der Unternehmen sehen sich danach durch ihre begrenzten personellen KapazitĂ€ten ausgebremst.
An zweiter Stelle stehen den Angaben zufolge die hohen bĂŒrokratischen Anforderungen. Mehr als zwei Drittel der Betriebe beklagten, dass die BĂŒrokratie sie in ihren Innovationen einschrĂ€nke. Dazu zĂ€hlten komplexe Zulassungs- und Genehmigungsverfahren ebenso wie kleinteilige Dokumentationspflichten.
Als Warnzeichen gelte zudem das steigende Interesse der Unternehmen, im Ausland Forschungs- und EntwicklungsaktivitÀten (F&E) aufzubauen. Bei der Umfrage vor drei Jahren habe nur ein Viertel der Unternehmen F&E-KapazitÀten im Ausland aufbauen wollen. Inzwischen liege der Anteil bei einem Drittel.
Wansleben fordert von der Politik ein innovationsfreundliches Umfeld, "das den Unternehmen FreirĂ€ume lĂ€sst, neue Exportschlager zu entwickeln". Dazu gehörten technologieoffene Förderprogramme, die schnell und bĂŒrokratiearm Unternehmen erreichen, niederschwellige Möglichkeiten, mit der Wissenschaft zu kooperieren und Reallabore, um Innovationen zu erproben.

