IEA, Klimawandel

IEA: Klimawandel und Krisen gefÀhrden Energiesicherheit

16.10.2024 - 06:18:19

Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht trotz enormer Fortschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien enormen Handlungsbedarf, um Klimaziele zu erreichen und einen gerechten Zugang zu sauberer Energie auch in EntwicklungslÀndern zu gewÀhrleisten.

In ihrem in Paris vorgelegten Weltenergieausblick warnt die IEA auch vor den immer gravierenderen Auswirkungen, die der Klimawandel mit Hitzewellen, StĂŒrmen und Überflutungen auf die Energiesicherheit hat. GefĂ€hrdet ist diese zusĂ€tzlich durch Krisen.

Der sich zuspitzende Konflikt im Nahen Osten und Russlands anhaltender Krieg in der Ukraine unterstreichen die Risiken fĂŒr die Energiesicherheit, mit denen die Welt konfrontiert ist. Zwar seien einige der unmittelbaren Auswirkungen der globalen Energiekrise bereits abgeklungen, aber das Risiko weiterer ErschĂŒtterungen ist aus IEA-Sicht hoch. Die Erfahrung der letzten Jahre zeige, wie schnell sich AbhĂ€ngigkeiten in Schwachstellen verwandeln könnten. Das gelte auch fĂŒr saubere Energieversorgungsketten, bei denen es hinsichtlich Rohstoffen und Technik eine hohe AbhĂ€ngigkeit von einzelnen LĂ€ndern gebe.

Die Energieagentur erwartet, dass bis 2030 mehr als die HĂ€lfte des weltweiten Stroms aus emissionsarmen Quellen erzeugt wird - und dass die Nachfrage nach allen drei fossilen Brennstoffen - Kohle, Öl und Gas - bis zum Ende des Jahrzehnts ihren Höhepunkt erreichen wird. Saubere Energien wachsen demnach in einem nie dagewesenen Tempo, aber der Einsatz sei bei weitem nicht gleichmĂ€ĂŸig ĂŒber alle Technologien und MĂ€rkte verteilt.

Die weltweite Stromnachfrage steige stark. Der Stromverbrauch sei in den vergangenen zehn Jahren doppelt so schnell gewachsen wie die Gesamtenergienachfrage. Zwei Drittel des weltweiten Anstiegs der Stromnachfrage seien dabei auf China entfallen.

@ dpa.de