Jusos, GrĂŒne

Jusos und GrĂŒne Jugend fordern StĂ€rkung des ÖPNV von Bund und LĂ€ndern

06.03.2024 - 06:25:45

Die Jusos und die GrĂŒne Jugend verlangen von der MinisterprĂ€sidentenkonferenz (MPK) an diesem Mittwoch BeschlĂŒsse zur StĂ€rkung des öffentlichen Nahverkehrs.

"Bund und LĂ€nder mĂŒssten die heutige MPK nutzen, um den zukunftsfesten ÖPNV endlich einzutĂŒten", sagte der Juso-Vorsitzende Philipp TĂŒrmer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Das von der Bundesregierung ausgerufene Deutschlandtempo kann nicht durchstarten, wenn bei Bus und Bahn die Handbremse angezogen ist." Insbesondere die sozialdemokratischen Vertreterinnen und Vertreter in Bund und LĂ€ndern seien jetzt gefragt.

Die Co-Chefin der GrĂŒnen Jugend, Svenja Appuhn, verlangte einen Deutschlandpakt fĂŒr den Nahverkehr und Finanzierungszusagen, um die Arbeitsbedingungen der BeschĂ€ftigten zu verbessern und Bus und Bahn auszubauen. Dass es am Geld nicht scheitern mĂŒsse, wenn der politische Wille vorhanden sei, habe das 49-Euro-Ticket gezeigt.

Beide Nachwuchsorganisationen beklagten schlechte Arbeitsbedingungen im öffentlichen Nahverkehr und stellten sich an die Seite der Streikenden. Die Angestellten hĂ€tten die Last der steigenden Nachfrage zuvörderst zu tragen, erklĂ€rte TĂŒrmer. So fehlten bis 2030 etwa 90 000 Busfahrerinnen und Busfahrer. Hohe Löhne und bessere Arbeitsbedingungen dĂŒrften nicht verhandelbar sein. "Vor allem wenn, wie in den derzeitigen Tarifverhandlungen, der Staat in Gestalt der Kommunen am Verhandlungstisch sitzt."

Appuhn unterstellte, fĂŒhrende Politiker könnten das Ausmaß der Probleme unterschĂ€tzen. "Wer einen eigenen Chauffeur hat, dem mag vielleicht entgangen sein, dass in den letzten Wochen stĂ€ndig gestreikt wurde." Wer wie Kanzler und MinisterprĂ€sidenten und-prĂ€sidentinnen mehr als 10 000 Euro pro Monat verdiene, könne sichvielleicht auch schwer in die Lage der Busfahrer hineinversetzen, die jeden Tag im Schichtdienst fĂŒr 2000 Euro Nettoverdienst den Nahverkehr am Laufen hielten. Aus Respekt vor den Betroffenen mĂŒssten Kanzler Olaf Scholz (SPD) und die LĂ€nderchefs jetzt sofort tĂ€tig werden.

Scholz und die MinisterprĂ€sidenten der LĂ€nder wollen an diesem Mittwoch unter anderem ĂŒber Migrations- und Asylpolitik beraten sowie ĂŒber Energiepolitik und die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren.

@ dpa.de