Autohandel, Umsatz

Autohandel macht weniger Umsatz - aber WerkstÀtten legen zu

02.12.2024 - 08:50:11

Die Krise der Autoindustrie macht sich im Fahrzeug-Handel bemerkbar. Verbraucher halten sich beim Kauf von Neu- und Gebrauchtwagen zurĂŒck. In WerkstĂ€tten laufen die GeschĂ€fte dagegen besser.

In der Krise der deutschen Autoindustrie muss auch der Handel mit Kraftwagen Umsatzeinbußen hinnehmen. Von Januar bis September sank der Erlös der HĂ€ndler preisbereinigt um 1,3 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Kfz-WerkstĂ€tten in Deutschland machten dagegen in den erst neun Monaten preisbereinigt 2,5 Prozent mehr Umsatz.

«Ein Grund fĂŒr das Umsatzplus der Kfz-WerkstĂ€tten und den UmsatzrĂŒckgang im Autohandel dĂŒrfte die ZurĂŒckhaltung beim Kauf von Neu- und Gebrauchtwagen sein», schrieben die Statistiker. Zudem war die staatliche KaufprĂ€mie fĂŒr Elektroautos im Dezember 2023 ausgelaufen. Sowohl im Autohandel als auch in den WerkstĂ€tten blieben demnach die UmsĂ€tze von Januar bis September etwas unter dem Niveau von vor der Corona-Krise 2019.

Neuzulassungen bei E-Autos um gut ein Viertel gesunken

Von Januar bis Oktober 2024 wurden in Deutschland knapp 2,35 Millionen Neuwagen zugelassen, ein Minus von 0,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum, schreiben die Statistiker mit Verweis auf Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts. Zugleich brach die Zahl der neu zugelassenen Autos mit reinem Elektroantrieb um gut ein Viertel (-26,6 Prozent) auf 312.000 ein. Ihr Anteil an allen Neuzulassungen sank in den ersten zehn Monaten auf 13,3 Prozent - nach 18 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Mehr private Pkw als Haushalte in Deutschland

Deutschland bleibt Autoland: Rund 78 Prozent der Haushalte in Deutschland besaßen laut Statistik 2022 mindestens einen Pkw. Auf 100 Haushalte kamen im Schnitt gut 109 Autos.

@ dpa.de